Entwickler Magazin 6.15

Raspberry Pi & Java

Erhältlich ab: Oktober 2015
Umfang: 100 Seiten
Autoren / Autorinnen:
Olena Bochkor, Carsten Eilers, Peter Leo Gorski, Luigi Lo Iacono, Rudolf Jansen, Max Kleiner, Dr. Veikko Krypcyzk, Martin Mohr, Alexander Rudolph, Hartmut Schmitt, Niels Stargardt, Ben Uretsky

8,50 

Heft bestellen

78,00 140,20 

Abonnement Typ
Auswahl zurücksetzen

Highlights dieser Ausgabe

Das große Tutorial: Mit Java auf den Raspberry Pi 2

Kreditkarten im Web: Der PCI-Standard unter der Lupe

Software-Vertrieb: Die Macht der App Stores

Usable Security: Sicherheit mit Nutzerfokus

Magazin

News

Agile

Alle Macht den Entwicklern!?
Softwareentwickler entscheiden Unternehmensprozesse mit

Internet of Things

Kaffeebohne trifft Himbeere
Teil 1: Mit Java die GPIO des Raspberry Pi 2 ausreizen

Development

Im Wandel
Teil 1: Das Produkt muss an den Mann oder die Frau

Better Weather mit OpenWeatherMap
Nutzung von OpenWeatherMap für den eigenen Wetterdienst

Das Aussehen entscheidet
Teil 4: Entwurf und Umsetzung moderner Benutzeroberflächen

Geländeformationen in 3-D
Teil 5: Spieleweltgestaltung in drei Dimensionen

Datenbanken

Kolumne: Basement Tapes
Hadoop – das Big-Data-Betriebssystem

Security

Usable Security und Privacy by Design
Teil 1: Benutzerzentrierte Entwicklung von Sicherheitsfunktionen

PCI – Auf Nummer sicher gehen!?
Ein Überblick über das Regelwerk für Kreditkartentransaktionen

Lost Identity
Identitätsmissbrauch: Was kann passieren, und was kann man dagegen machen?

Web

Spring Boot
Schnelle Webentwicklung in bewährter Umgebung

„Von der Sache mit der Theorie und der Praxis.“

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

das Thema „Home Automation“ lässt uns nicht los. Im Gegenteil – nie war es leichter, die kleinen Nicklichkeiten des Alltags, all die Dinge, von denen wir schon immer dachten, dass man sie mithilfe von ein wenig Elektronik und einem kleinen Skript elegant lösen könnte, selbst in den Griff zu bekommen. Hier ein paar Euro in ein Starter-Kit investiert, dort ein wenig auf Google, Bing oder einer anderen Suchplattform der Wahl recherchiert und schon kann man sich daran setzen, Lösungen zu entwickeln.

Leider ist es immer so eine Sache mit der Theorie und der Praxis … Ideen hat man viele, nur die praktische Umsetzung ist meist doch etwas komplizierter als gedacht. Natürlich hat man die Logik schnell erfasst, die Regeln im Handumdrehen formuliert und das entsprechende Skript in Windeseile geschrieben. Was wir in der Software fix verdrahtet haben, müssen wir jedoch auch in der echten Welt unter Kontrolle bekommen. Mit richtigen Drähten und Hardware. Und genau an diesem Punkt wird die Sache für die meisten spannend. Steht uns kurz nach dem beispiellosen Erfolg der DevOps-Bewegung, die von vielen Entwicklern bereits ein immenses Umdenken verlangt hat, eine weitere Zäsur ins Haus? Müssen wir beginnen, Projekte nicht mehr nur als Software zu betrachten, sondern auch den Aspekt der Hardware – und dem damit verbundenen Umgang damit – in Betracht ziehen? Oder ist das alles nur das „iPad der Softwareentwicklung“?

Wenn wir uns an die Einführung des ersten iPads damals erinnern, dann haben viele von uns bestimmt noch im Ohr, dass dieses (damals noch ziemlich klobige) Device die Art, wie wir künftig arbeiten werden, ein für alle Mal verändern wird. Lassen Sie es mich so formulieren: Wirklich viel hat sich seitdem nicht geändert …

Natürlich werden E-Mails schnell und unkompliziert über $randomTablet beantwortet, aber die wichtige Korrespondenz läuft doch noch zu einem überwältigend hohen Anteil über den klassischen, leicht langweiligen Desktoprechner oder den Laptop. Von der Sekretärin über den Redakteur bis hin zu großen Businessanalysten (und natürlich Entwicklern) sitzen alle noch genau dort, wo sie schon seit geraumer sitzen: am Schreibtisch, und damit auch an ihren Rechnern. Ich bin bestimmt nicht der einzige, der der festen Überzeugung ist, dass sich an dieser Situation auch so schnell nichts ändern wird.

Das Gleiche gilt natürlich auch für das „Internet of Things“. Natürlich entstehen dort spannende Projekte, natürlich ist es dort der Spieltrieb, der so viele neue Ideen vorantreibt. Aber noch immer sind wir weit davon entfernt, von einer wirklichen Durchdringung des Massenmarkts zu sprechen. Ein Großteil der Entwickler arbeitet noch immer an klassischen Applikationen, die meist noch vollkommen ohne (vernetzte) Hardware auskommen. Der Fall, dass man als Entwickler also noch einen Elektronikgrundkurs braucht, um seine Arbeit verrichten zu können, wird so schnell also nicht eintreten.

Einzig der bereits angesprochene Spieltrieb, all die lustig-bunten und dabei doch sinnvollen Ideen in unseren Köpfen – das alles wird doch einige von uns dazu verleiten, uns früher oder später eben doch damit zu beschäftigen, wie man diesem vermaledeitem Raspberry Pi beibringen kann, mit dem Türschloss, einer App und ein paar Beacons zu interagieren. Nicht, dass ich da aus eigener, leidvoller Erfahrung sprechen würde …

Sei es, wie es sei. Bleiben Sie neugierig und lassen Sie sich inspirieren. Und als kleiner Tipp: Greifen Sie nicht gleich nach den Sternen. Für den Anfang genügt es auch, zunächst einmal ein paar Lampen in den Griff zu bekommen. Versprochen!

Ihr

Tom Wießeckel, Redakteur

Twitter: @entwickler


Weitere Ausgaben

X
- Gib Deinen Standort ein -
- or -