Java Magazin 4.19

Java und die Blockchain

Erhältlich ab: März 2019
Umfang: 100 Seiten
Autoren / Autorinnen:
Evan Anderson, Daniel Aust, Jakob Boos, Konstantin Diener, Isabel Drost-Fromm, Michael Frembs, Tobias Gesellchen, Tam Hanna, Dr. Peter Hruschka, Christian Koller, Dr. Carola Lilienthal, Arne Limburg, Manuel Mauky, Dr. Christoph Schwarzbach, Manjinder Singh, Dr. Gernot Starke, Kai Wähner, Tim Zöller

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Magazin

Bücher: Bad Programming Practices 101

Java Core

Unveränderliche Werte
Immutable Classes mittels Annotations generieren
Manuel Mauky

Enterprise

Kolumne: EnterpriseTales
Die Jagd nach Performance: Ist Reactive Programming der richtige Weg?
Arne Limburg

Auf zu mehr Hybridität!
SAP S/4HANA und Java-Individualentwicklungen nahtlos integrieren
Jakob Boos und Manjinder Singh

„Knative bewegt den Stack in die Sphären von Serverless“
Interview mit Evan Anderson

Titelthema

web3j – Transaktionen für die Ewigkeit
Integration von Java-Applikationen mit der Ethereum Blockchain
Tim Zöller

Wo zum Geier sind die Blöcke?
Corda, die Open-Source-Blockchain für Unternehmen
Christian Koller

Einführung in die Blockchain-Technologie
Die Grundlagen leicht verständlich aufgeschlüsselt
Daniel Aust und Dr. Christoph Schwarzbach

Architektur

Kolumne: Req4Arcs
Scope ist nicht gleich Scope
Dr. Peter Hruschka und Dr. Gernot Starke

Fachliche Zerlegung
Vom Monolith über modulare Architekturen zu Microservices mit DDD
Dr. Carola Lilienthal

DevOps

Staging in Kubernetes
Isolierte Stages innerhalb eines Kubernetes-Clusters erstellen
Michael Frembs

Kolumne: DevOps Stories
Ein Sündenbock hilft nicht! Blameless Post Mortems
Konstantin Diener

Data

Die perfekte Ergänzung?
Innovatives Machine Learning mit dem Apache-Kafka-Ökosystem
Kai Wähner

Agile

Öffnet die inneren Quellen!
Open-Source-Prinzipien für die interne Entwicklung
Tobias Gesellchen und Isabell Drost-Fromm

 

Nicht nur Bitcoin

Zum ersten Mal in Erscheinung getreten ist die Blockchain-Technologie wohl 2008 durch den Artikel „Bitcoin: A Peer-to-Peer Electronic Cash System“. Es folgte eine Zeit, in der sich vor allem Nerds, Freaks, Insider, aber auch zwielichtige Gestalten damit beschäftigten, bevor 2017 der Mainstream die virtuelle Währung für sich entdeckte. Während die klassischen Medien den Bitcoins stets eine Aura des Mysteriösen andichten, muss man sich klar machen, dass die Preisentwicklung dieser virtuellen Währung auf ganz gewöhnlicher Spekulation beruht – ganz wie bei Weizen, Kupfer oder Unternehmensanteilen: Angebot knapp, Nachfrage hoch, Preise hoch.

Auf unserer eigenen Blockchain-Konferenz, die wir Ende letzten Jahres veranstalteten, konnte ich folgende Dinge lernen:

Mit virtuellen Währungen wie Bitcoin hat das meiste, worüber im Kontext von Blockchains debattiert wird, wenig zu tun. Bitcoins bezeichnen zwar den am meisten bekannten Anwendungsfall, die Implementierung von Währungen aber nur eine Möglichkeit von vielen, die die Blockchain bietet.

Die „Blockchain-Bewegung“ befindet sich noch in den Kinderschuhen; sowohl auf der Business- als auch der Entwicklerseite hat man bislang nur eine grobe Ahnung davon, was mit der Blockchain alles machbar sein könnte.

Die allerwichtigste Frage lautet: Habe ich wirklich ein Problem, das zur Blockchain passt? Oder verhält es sich eher umgekehrt: Suche ich mit der Blockchain als Lösung nach einem passenden Problem?

Die vielleicht noch wichtigere Frage: Will ich wirklich eine radikal dezentrale Lösung? Bin ich mit meinem Business bereit, die Kontrolle über „meine“ Lösung im herkömmlichen Sinne aufzugeben?

Öffentliche und private Blockchains sind zwei unterschiedliche Paar Stiefel; die geschäftlich relevanten Anwendungsfälle jenseits der Hypes spielen sich fast alle in privaten Blockchains ab, d. h. dort, wo Konsortien von Organisationen ihre Zusammenarbeit über Blockchain-Anwendungen miteinander regeln.

Die Blockchain bedeutet keineswegs, dass zwangsläufig sinnlos Energie verbrannt wird. Nur in den öffentlichen Blockchains wie etwa Bitcoin gilt der sog. „Proof of Work“, d. h. Mitspieler legitimieren sich durch aufwändige und kostspielige Rechenoperationen. In den privaten Blockchains hingegen gilt der „Proof of Authority“, d. h. Mitglieder eines Konsortiums einigen sich auf gemeinsame Regeln der Zugehörigkeit und des Ausschlusses – ohne das berühmte „Mining“.

In dieser Ausgabe des Java Magazins haben wir uns vorgenommen, die Technologie ein wenig genauer anzusehen und zu prüfen, was aus der Perspektive von Java-Entwicklern damit machbar ist.

Eine spannende Lektüre wünscht

Sebastian Meyen, Chefredakteur


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