Mobile Technology 2.15
Mobile Technology 2.15

Android-Entwicklertools

Erhältlich ab: April 2015
Umfang: 100 Seiten
Autoren / Autorinnen:
Klaus Bleck, Olena Bochkor, Carsten Eilers, Tam Hanna, Dr. Veikko Krypczyk, Arne Limburg, Christian Meder, Samuel Mellert, Jennifer Molske, Lars Röwekamp

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Highlights dieser Ausgabe

Android-Entwicklertools: ProGuard, Monkey und uiautomator

Android-Development: Es muss nicht immer Java sein …

Mobile Geschäftsprozesse: Mobile Lösungen in bestehende Prozesse einbinden

Sailfish: Qt im Mer

Magazin

Zahlen & Fakten

App-Empfehlungen

Mobility bei BMW – ganzheitlich und urban
BMWs Aktivitäten im Bereich Mobility-Services

MWC 2015
Barcelona im zehnten Jahr

Mobile-Revolution, die Zweite
Mobile-Entwicklung trifft auf Internet of Things

iOS

The Good, the Bad and the Ugly
Swift im Detail

Android

Android-Entwicklertools auf dem Prüfstand
Lohnt der Einsatz von ProGuard, Monkey und uiautomator?

The Art of Runtime Development
ART vs. Dalvik VM

Die wunderbare Reise des Androiden Lollipop
Release auf Raten: Android 5 Lollipop und seine Nexus-Geräte

Es muss nicht immer Java sein …
Alternativen für die Android-App-Entwicklung

Business & Trends

Geschäftsprozesse mobil – mit Mobile-Business
Integration mobiler Lösungen in bestehende Systeme

Alternative Vertriebswege
Play Store, nein danke!

Zen-Jahre später
Das Zen of Palm für UI-Designer

Security

UMTS – Wie (un)sicher ist das denn?
Wie auf dem 31C3 ein Protokoll zerlegt wurde

Round-up

QtGUI, zur Ersten
Buttons und andere Elemente richtig anordnen

Qt im Mer!
Mit Qt die erste eigene Sailfish-OS-App entwickeln

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

haben Sie sich auch schon intensiver mit dem Internet of Things beschäftigt? Mit diesen Dingen, die in der Lage sind, Informationen zu sammeln, preiszugeben und Entscheidungen vom Nutzer einzufordern, um daraus resultierend bei Bedarf weitere Aktionen in Gang zu setzen? Dann stehen Sie bestimmt vor demselben Problem wie viele Fachleute aktuell: Jedes neue Device stellt den Nutzer in den Mittelpunkt und erfordert eigene Interaktionen. Wenn man einmal ganz ehrlich ist, wirkt das bestenfalls paradox – vernetzte und mehr oder weniger intelligente Dinge, die uns das Leben einfacher machen sollen, bewirken am Ende genau das Gegenteil, sie erfordern Planung, Interaktion und stellen Anwender vor neue Herausforderungen. Das kann ja eigentlich nicht das Ziel gewesen sein, oder?

Wenn ich von mir ausgehe, dann erwarte ich von „intelligenten“ Devices, dass sie lernen, sich auf mich einzustellen und mich nur in absolut dringenden Fällen behelligen. Ich würde im konkreten Smart-Home-Anwendungsbeispiel erwarten, dass Räume die einzelnen Geräte steuern und im Griff haben, sodass sich jedes neue Device automatisch der Grundkonfiguration unterordnet – ich möchte nicht jedesmal die Konfiguration durchgehen, sobald ich eine Lampe verstellt habe oder einen neuen Toaster in der Küche platziere. „If this than that“ ist ein schöner Gedanke, aber es ist mehr Arbeit, als ich auf mich nehmen möchte. Ich bin so fei und behaupte an dieser Stelle, dass ich bestimmt nicht der einzige bin, der so denkt.

Natürlich ist es gerade in der Anfangsphase von neuen Technologien immer etwas hakelig, alle Interessen unter einen Hut zu bekommen. Jeder Hersteller eines intelligenten Device möchte möglichst früh auf dem Markt sein und seine Nische besetzen – und je früher man den Angriff wagt, desto uneinheitlicher die Standards. Je mehr Standards verwendet werden, desto mehr Silos entstehen … am Ende haben wir den (Daten-)Salat; intelligente Devices, die froh und munter miteinander kommunizieren könnten, sich gegenseitig aber nicht verstehen. Willkommen in einer neuen Iteration des babylonischen Sprachenwirrwarrs.

Das stellt eine ganze, komplett neue und sich gerade erst in der Selbstfindungsphase befindlichen Industrie natürlich vor eine immense Herausforderung. Zahlreiche Technologien, Standards und Protokolle müssen unter einen Hut gebracht werden, wenn man sich am Ende nicht doch wieder mit jedem Device in einem eignen Silo finden möchte. Auch das wäre ja wieder höchst kontraproduktiv. Nun sollen diese Dinge nach ausgeklügelten Regeln auch noch miteinander kommunizieren, ausbaldowern, was als Nächstes zu tun ist, und erst dann mit dem Nutzer in Interaktion treten … Na ja, man wird ja mal träumen dürfen.

Ansätze zur Lösung dieser Probleme existieren viele; und genau hier stolpern wir unversehens aber in das nächste große Thing: Wenn viele Köche versuchen, die selbst eingebrockte Suppe zu retten, bleibt es am Ende immer beim Nutzer, sie auszulöffeln. Wer macht vor, womit das Internet der Dinge in meiner Wohnung vereint wird? Und wer sagt den Dingern eigentlich, welche Entscheidung richtig ist – und welche nicht?

Um ehrlich zu sein, freue ich mich auf die Annehmlichkeiten, auf das Wahrwerden der schönen Verheißungen, mit denen uns die Anbieter den Mund wässrig machen. Aber ich glaube, dass ich noch ein wenig warte, bis irgendeines dieser Dinge schlau genug ist, mir auch wirklich Arbeit abzunehmen.

Die Zukunft kann also ruhig kommen!

Ihr
Tom Wießeckel, Redakteur
@mobile_360


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