Mobile Technology 3.15
MT_3_15_Cover

Cross-Plattform-Apps

Erhältlich ab: Juli 2015
Umfang: 98 Seiten
Autoren / Autorinnen:
Dr. Martin Anduschus, Olena Bochkor, Nicolas Byl, Daniel Greitens, Carsten Eilers, Tam Hanna, Sven Hoge, Dr. Veikko Krypczyk, Bernhard Löwenstein, Roman Schacherl, Wolfgang Schmidt

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Highlights dieser Ausgabe

die-boese-xara

Die böse XARA: Auch Mac OS X und iOS haben Schwachstellen

wissen-ist-macht

Wissen ist Macht: Effizientes Cross-Channel-Management

Von Ampeln & Zimmerbrunnen: Extreme Feedback Devices

es-werde-app

Es werde App: Softwarelebenszyklus einer App

Magazin

Zahlen & Fakten

App-Tipps

iOS

Die böse XARA
Auch Mac OS X und iOS haben Schwachstellen mit Namen

Enge Verbundenheit
Die Neuheiten von Apples WWDC 2015

Android

Elbphilharmonie
Mit AndEngine eigene Spiele-Apps entwickeln

Business & Trends

Wissen ist Macht
Efzientes Cross-Channel-Management braucht Order-Management-Systeme

Von Ampeln und Zimmerbrunnen
Extreme Feedback Devices erzeugen Aufmerksamkeit im Entwicklerteam

Value-based Software Design
Der Weg zu erfolgreicher Businesssoftware

Kommentar: fünf vor zwölf im Netzwerk
Apple Watch – wie eine Uhr das Nachdenken anregt

Es werde App
Softwarelebenszyklus einer App

Von der Bierglasidee zur App
Ein Mobile-Start-up-Lifecycle auf der webinale

Security

Ist das denn überhaupt sicher?
Wie sicher sind Cross-Plattform-Apps?

Mobile Web

Der weite Weg
Die Evolution von User Interface und User Experience

Stolperfalle Mobile-Web-Projekt
Das Optimieren von Websites ist mehr als Technik

Tabellen ohne Excel
Zeilen und Spalten programmatisch mit JavaScript und HMTL5 erstellen

IoT

Time for Evolution
Programmierung des NAO-Roboters mit Choregraphe und Python

Windows

„It has never been a better time to be a developer.“
Von der Build-Konferenz in San Francisco

„Die Apple Watch – nach einer Stunde hat man alles gesehen.“

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

heute muss ich Ihnen ein Geheimnis verraten: Ich habe mich verliebt. Dass das keine glückliche Liebe für die Ewigkeit wird, steht von Anfang an fest, aber dennoch kann ich momentan kaum einen klaren Gedanken fassen. Und das alles hat sich wie folgt zugetragen: Als ich vor einigen Wochen, nur wenige Tage nach dem Verkaufsstart der Apple Watch, berufsbedingt in Berlin unterwegs war, sah ich überall um mich herum aufgeregte Menschen, die mit eben jener Uhr kokettierten. Wenn Sie mein letztes Editorial gelesen haben, dann wissen Sie ja bereits, dass ich alles in allem doch relativ unaufgeregt in die Zukunft blicke, da mir all die intelligenten Devices bei Weitem noch nicht schlau genug sind. Daran hat sich im Prinzip auch nichts geändert in den letzten Monaten – und auch der Formfaktor ist es nicht, der in mir das Gefühl des kompletten Kontrollverlusts über den gesunden Menschenverstand aufkeimen lässt. Nein, die Sache gestaltet sich viel profaner.

Aber beginnen wir von vorne: Ein Bekannter von mir hatte ebenfalls die Smartwatch aus dem Hause Apple an seinem Handgelenk. Natürlich bot ich mich als interessierter Journalist ganz selbstlos an, ihm das ungelenk wirkende Stück Technik mit Plastikarmband abzunehmen und es einige Zeit an meinem statt an seinem Handgelenk zu verwahren. Was tut man nicht alles für seine Mitmenschen? Zu meinem großen Erstaunen zeigte er sich sogleich mit einem breiten Lächeln auf den Lippen einverstanden – und so kam es, dass ich das erste Mal eine nicht unerhebliche Zeitspanne mit dem jüngsten Gadget der Apple-Hardware-Familie … sagen wir „intim wurde“.

Nach ca. 20, 25 Minuten hatte ich es unter viel Gelächter der Anwesenden geschafft, endlich das Ziffernblatt umzustellen; das pairen mit dem Handy war dagegen geradezu ein Klacks. Nun konnte mein Test also endlich beginnen.

Was soll ich sagen? Die Ernüchterung setzte schnell ein. Viel zu schnell für meinen Geschmack. So richtig viel kann die kleine Uhr ja nicht, und das, was sie kann, kann sie nicht sonderlich gut. Natürlich sind einige der Features – wie beispielsweise die Schnellantworten – durchaus sinnig und wirken durchdacht, dennoch bleibt ein gewisser, auf außenstehende sicherlich kurios anmutende, Nerdfaktor nicht aus, wenn ich als erwachsener Mann versuche, der Uhr mit meinen Wurstfingern die entsprechende Aktion zu entlocken. Die eigenartigen Verrenkungen des uhrtragenden Armes rühren übrigens daher, dass ich das letzte Mal kurz vor meiner Konfirmation eine Armbanduhr getragen habe; das nur als kleiner Versuch einer Erklärung.

Nach geschätzt einer Stunde also hatte ich gefühlt alles gesehen und widmete mich wieder den mittlerweile deutlich mehr Personen, die sich in der Zwischenzeit an unseren Tisch verirrt hatten. Die Apple Watch war bestenfalls zur Nebensache verkommen, das iPhone in der Tasche verstaut.

Jetzt aber kommt der springende Punkt: im Handumdrehen (all jene, die die Apple-Watch-typische Handbewegung kennen, wissen, was ich meine) war ich über alles informiert, was sich in meinem virtuellen sozialen Netz zugetragen hat. Nie musste ich in der Tasche kramen, Knöpfchen drücken, das Device wieder umständlich verstauen. Selbst das Antworten ging – nach einiger Zeit – mit einem Wisch und einem Tap; und stets so, dass keiner der Anwesenden das Gefühl hatte, ich wäre ein unkommunikativer Gadget-Geek. Feuerprobe bestanden! Als ich mir dessen bewusst wurde, war es um mich geschehen. Kommunikation wie ein Großer – Multitasking inklusive. Wie kann das nicht die große Liebe des Sommers werden?

Zugegeben … ich musste das alles in allem noch immer recht schmucklose Device nicht nach gefühlt einem halben Tag zum Laden ablegen und konnte es bei Weitem nicht lange genug tragen, um mich mit einem unschönen Hautausschlag vom viel zu eng anliegenden Plastikarmband als Teil einer gadgethörigen Subkultur brandmarken, aber die wenigen Stunden täuschen über all diese offensichtlichen Schwachstellen hinweg.

Zum Glück steht ein heißer Sommer vor der Tür. Ich kann mich am Badesee herumtreiben, ohne Angst haben zu müssen, dass sich ein anderer an meiner Smartwatch vergnügt, während ich das kühle Nass genieße. Und mit ein wenig Glück gibt es vielleicht schon eine zweite, besser funktionierende Apple Watch, bis ich die Hitze überstanden habe.

Man sieht also: Schönheit steckt in Details. Zum einen sogar in solchen, die man erst gar nicht auf dem Radar hatte.

Aber genug von meinen verirrten Gefühlen. Lassen Sie uns den Sommer zum Abkühlen nutzen!

Ihr
Tom Wießeckel, Redakteur
@mobile_360


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