Mobile Technology 3.16

Lokalisierung

Erhältlich ab: Juli 2016
Umfang: 100 Seiten
Autoren / Autorinnen:
Stefan Baust, Olena Bochkor, Annette Heidi Bosbach, Peter Brack, Dirk Dorsch, Carsten Eilers, Volker Grimm, Tam Hanna, Dr. Veikko Krypczyk, Sebastian Loose, Benedict Pregler, Markus Wittwer

18,99 

Abonnement Typ
Auswahl zurücksetzen

7,80 

Heft bestellen

Magazin

Zahlen & Fakten

Neues von Google
Die Neuigkeiten der Google I/O 2016

IoT

Günstige Orange
Die preiswerte Raspberry-Pi-Konkurrenz aus China

Praktische Stromversorgung
Schlüsselfertige Schaltkreise für IoT-Systeme

Android

N wie BusiNess
Einige Eigenheiten von Android N unter der Lupe

Der Java-Herausforderer
Kotlin für Android-Entwickler

Windows

Augmented Reality für Einsteiger
Mit diesen Schritten zur simplen AR-Anwendung

Datentechnischer Nahkämpfer
Nahfeldkommunikation: Das NFC-API stellt sich vor

Security

Android im Visier der Sicherheitsforscher
Neue Tools, neue Angriffe – und eine neue Schutzmaßnahme

Cross-Plattform

Alle Finnen sind schon da
Das Jolla-SDK im Fokus

Localize me!
Teil 1: Sensoren zur Lokalisierung und deren Stromverbrauch

Business & Trends

Enterprise your App!
Teil 1: Anforderungen an das Mobile Computing im Businessbereich

Wie Google hilft, agil zu werden
Persönliche Kompetenzen für New Work und Agilität entwickeln

Mobile Web

React(nat)ive Katzen
Native Apps mit JavaScript

 

„Transferleistung? Die KI soll mitdenken!“

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

na, wie fühlen Sie sich heute? Haben Sie gut geschlafen? Ihr morgendliches Ritual bewusst vollzogen? Vielleicht schon mit ein, zwei Freunden und Bekannten geschrieben und dabei Feierabendpläne geschmiedet? Gerade wenn Sie die letzte Frage mit „Ja“ beantwortet haben, könnte es sein, dass Sie bereits in Genuss der neuesten Errungenschaft der IT-Welt gekommen sind – intelligente Bots, die wie selbstverständlich Vorschläge machen, Reservierungen im Restaurant oder Kino übernehmen und anschließend die Fotos des gemeinsamen Abends sortieren und in einen Kontext stellen, der sie später leichter auffind- und zuordenbar macht. Wie praktisch. Und dass meine ich noch nicht einmal sarkastisch.

Menschen sind von Haus aus kommunikative Wesen. Die einen mehr, die anderen weniger. Selbst die Verschlossensten unter uns suchen auf die eine oder andere Art immer wieder die Konversation mit anderen. Der wichtigste Aspekt dabei ist das Reden – das haben wir von klein auf gelernt; und das ist es, was wir im täglichen Umgang miteinander benötigen. Sei es auf der Arbeit (wo es manchmal besser ist, E-Mails zu schreiben) oder beim Einkaufen, sei es im Café oder abends in gemütlicher Runde am Mainufer. Wenn wir redend kommunizieren, erwarten wir – mit wenigen Ausnahmen – eine Reaktion. In einer Konversation können wir uns zu jedem Zeitpunkt auf eine vorherige Aussage beziehen und neue Richtungen einschlagen, Dinge verabreden.

Unsere elektronischen Begleiter – vom Desktoprechner über Tablets, Smartphones bis hin zu den viel beschworenen Wearables – waren in dieser Hinsicht bisher ziemlich dumm. Klar: Google kennt Antworten auf all meine Fragen, so lange ich sie richtig stelle. Doch ich muss mich auf das einlassen, was Google mir zur Verfügung stellt. Es geht um das UI, das bei Google – zugegebenermaßen – recht simpel ist. Ein Eingabefeld, zwei Buttons, aus die Maus. Und ganz bestimmt haben sich beim Suchmaschinengiganten sehr viele sehr gut bezahlte Menschen darüber Gedanken gemacht, wie man die User Experience optimieren kann. Was erwartet der Nutzer? Wie kommt er möglichst schnell zu seinem Ziel? Wie bieten wir dem Nutzer das, was er erwartet: eine Website, oder besser ein Dienst, der einzig und alleine dazu dient, möglichst schnell wieder verlassen zu werden?

Die logische Weiterentwicklung waren dann natürlich die Sprachassistenten: Siri, Google, Alexa, Cortana. Wie praktisch, wenn ich Siri fragen kann, wie das Wetter wird. Doch ganz ehrlich – da ist zu viel Transferleistung von mir gefragt. Was ich wirklich wissen will, ist: „Kann ich heute mit dem Fahrrad auf die Arbeit fahren?“ Bei der Beantwortung dieser Frage scheitern alle Helferlein noch kläglich, ihnen fehlt einfach der Kontext. Dabei haben sie alle Daten – warum sonst ist jedes Device an meinem Körper mit so lächerlich vielen Sensoren ausgestattet? Um Energieriesen zu subventionieren, weil ich mein Device aufgrund des Stromverbrauchs mindestens zwei Mal am Tag aufladen muss?

Die Zukunft heißt: Conversational UI. User Interfaces, die aufgrund hochentwickelter künstlicher Intelligenzen mein Geschriebenes oder Gesprochenes in einen sinnvollen Kontext stellen, ihre Schlüsse daraus ziehen und mir genau die Informationen bieten, die ich brauche. Und will. Und vielleicht sogar zusätzliche Details präsentieren, an die ich noch gar nicht gedacht habe.

So sieht die Zukunft aus. Angestoßen von Google und allen voran Amazon, öffentlich in letzter Zeit vor allem durch Microsoft getrieben. Alle haben den richtigen Weg eingeschlagen, und alle haben sie enorme Fortschritte gemacht.

Noch mag das Ergebnis nicht das sein, was wir uns erwarten. Aber was soll’s – mit anderen Menschen reden ist ohnehin befriedigender.

Also: Bleiben Sie kommunikativ!

Ihr

Tom Wießeckel, Redakteur


Weitere Ausgaben

X
- Gib Deinen Standort ein -
- or -