Mobile Technology 4.15
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Mobile Plattformen: Mit Kony alle erobern

Erhältlich ab: Oktober 2015
Umfang: 98 Seiten
Autoren / Autorinnen:
Olena Bochkor, Carsten Eilers, Wolfgang Frank, Peter Friese, Tam Hanna, Thorsten Hans, Markus Hebach, Max Kleiner, Dr. Veikko Krypczyk, Michael Müller, Michael Palmer, Chris Spettmann, Ben Uretsky, Peter Vegh

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Highlights dieser Ausgabe

Swift 2.0 wird Open Source: Apples Programmiersprache in Version 2.0 Open Source

Android am Arm: Android-Wear-Micro-Apps

Auf der Erde und in der Wolke: Funktionalität einer App konzipieren und implementieren

Microsoft-Band-Entwicklung: Entwickeln mit dem Microsoft-Band-SDK

Magazin

Zahlen & Fakten

App-Tipps … Diskussion
iOS 9 ermöglicht Ad-Blocking – doch darüber entbrennt eine heiße Diskussion

Buchtipp: AngularJS: Up & Running

Buchtipp: Apps mit HTML5, CSS3 und JavaScript

Alle Macht den Entwicklern!?
Softwareentwickler entscheiden Unternehmensprozesse mit

iOS

Swift 2.0 wird Open Source
Apples Programmiersprache in Version 2.0 Open Source

Das Geschäft mit den News
Mehr News in iOS 9 – und ein Datenschutzupdate

Android

Android am Arm
Android-Wear-Micro-Apps

Security

Stagefright und Certifi-gate bei Android
Android auf der Black Hat USA 2015

Business & Trends

In-App vs. In-App
In-App-Käufe für Guthaben bei Mehrwertdiensten nutzen

Auf der Erde und in der Wolke
Funktionalität einer App konzipieren und implementieren

Windows

Microsoft-Band-Entwicklung
Entwickeln mit dem Microsoft-Band-SDK

Zeit für Devices
Windows 10 Mobile steht vor der Tür – und die passenden Devices?

Cross-Plattform

Eine für alle
Cross-Plattform-Entwicklung mit Kony

Mobile mal anders
Mit NativeScript für Android-Devices entwickeln

Mobile Web

Einer für alle, alle für einen
Responsive Webdesign für Anwendungen

Better Weather mit OpenWeatherMap
Nutzung von OpenWeatherMap für den eigenen Wetterdienst

„Manchmal ist die neue Welt nicht so schön.“

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Smartphones haben unser Leben verändert, daran besteht kein Zweifel. Nie zuvor war es uns möglich, mit einem Gerät immer und überall mit der Welt verbunden zu sein – nicht nur durch die Möglichkeit, zu telefonieren oder Kurznachrichten versenden zu können. Wunderte sich Boris Becker seinerzeit darüber, schon „drin zu sein“, änderte das Smartphone dieses Verhalten bald in „Warum habe ich schon wieder nur Edge?“. Dabei erinnern sich die Älteren unter uns noch an Akustikkoppler und den Run auf das jeweils schnellste und aktuellste Modem, das in den damals noch weit verbreitetenVobis-Stores zu ergattern war …

Der Faktor „Telefon“ sorgt jedoch auch dafür, dass dieses Device, mit dem man beinahe immer und überall online ist, ein sehr persönliches Gerät ist. In der Bahn jemanden über die Schulter in der Zeitung mitlesen zu lassen ist das eine – seine privaten E-Mails, seinen Facebook-Stream oder die Spielesucht mit anderen zu teilen? Undenkbar! Um so schlimmer ist es, wenn man sich vor Augen führt, welche Sicherheitsrisiken in den mobilen Betriebssystemen dieser Welt stecken.

Eine der Schwachstellen, die es in jüngster Vergangenheit zu trauriger Berühmtheit geschafft haben, war „Stagefright“. Um genau zu sein, handelt es sich bei Stagefright um eine Multimediabibliothek, die in nativem C++-Code implementiert ist. Diese Bibliothek konnte, vereinfacht gesagt, als Hintertür zu Android-Smartphones genutzt werden: Ein Angreifer müsste lediglich eine speziell präparierte MMS verschicken und könnte allerhand Schabernack auf dem Smartphone treiben. Schnell gab es zahlreiche Proof of Concepts, die das Ausnutzen der Schwachstelle bewiesen. Auch wenn es keine bekannt gewordenen Angriffe gab, ist die Situation katastrophal – die Schwachstelle betraf die Android-Versionen 2.2 bis 5.1 – Schätzungen zufolge über 90 Prozent aller sich im Umlauf befindlichen Android-Geräte.

Als diese Ausgabe des Mobile Technology bereits im Layout war, zeichnete sich die Situation wie folgt ab: Google hatte die Schwachstelle, nun ja, behoben und den Fix an die Carrier verteilt; was natürlich nicht bedeutet, dass jeder Nutzer bereits in den Genuss des Fixes gekommen ist. Zum anderen jedoch hat der Sicherheitsforscher, der die Schwachstelle in Stagefright entdeckt hatte, eine weitere Schwachstelle in zwei Bibliotheken aufgedeckt, die ebenfalls mit Stagefright in Verbindung zu bringen sind, und ausnahmslos alle Devices seit 2008 in Gefahr bringen.

Nun ist es egal, ob die Schwachstellen im Real Life ausgenutzt werden oder nicht; es sollte uns allerdings langsam aber sicher ins Gedächtnis rufen, dass die „schöne neue Welt“ allerhand Gefahren birgt. Und was auf dem Smartphone beginnt, zieht sich durch alle Bereiche unseres Lebens: das Smart Home, intelligente Autos etc.

Nun bin ich beileibe kein Gegner des Fortschritts – eher im Gegenteil: Es kann mir eigentlich gar nicht schnell genug gehen. Nur bin ich der Meinung, dass man damit beginnen sollte, einige Dinge zu hinterfragen und nicht blind darauf zu vertrauen, dass selbst die größten Unternehmen wie Google und Co. schon immer alles im Griff haben werden. So schön ist die neue Welt dann doch noch nicht.

Aber nun sollten wir uns den Spaß nicht verderben lassen und weiterhin unsere Ziele und Ideen verfolgen. Auch wenn wir als Entwickler mehr Verantwortung tragen als jemals zuvor, sollten wir uns bewusst sein, dass wir auch mehr denn je die Möglichkeit haben, die Zukunft zu gestalten. Das muss es uns doch wert sein!

Ihr

Tom Wießeckel, Redakteur


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