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Neue Studie von Deloitte erschienen

Big Data: Datengestützt handelnde Unternehmen sind erfolgreicher
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Ein neuer Survey unter US-Führungskräften zeigt, dass datengestützt agierende Unternehmen erfolgreicher sind. Trotz der Allgegenwärtigkeit von Big Data macht sich das jedoch nur eine Minderheit zunutze, und eines der beliebtesten Tools ist weiterhin Microsoft Excel. Müssen Unternehmen umdenken?

Deloitte hat über 1.000 US-Führungskräfte dazu befragt, inwiefern ihre Unternehmen datengestützt handeln. Darunter wird die Einbindung von Analysen und Daten in den täglichen Entscheidungsprozess des gesamten Unternehmens verstanden. Laut der Studie wirkt sich datengestützte Unternehmensführung zwar positiv aus, wird aber nur von einer Minderheit eingesetzt – sei es aufgrund der fehlenden Infrastruktur oder schlichtweg, weil sich Führungskräfte im Umgang mit den Daten nicht wohlfühlen.

Datenanalyse zahlt sich aus

In der Studie gab zwar nur eine Minderheit von 37 % der Führungskräfte an, dass ihre Unternehmen stark datengestützt handeln, jedoch übertrafen unter diesen Unternehmen 48 % ihre Ziele im vergangenen Jahr signifikant – und damit doppelt so häufig wie die übrigen Unternehmen.

Vor allem der Umgang mit unstrukturierten Daten, z. B. Social-Media-Kommentaren, Produktbildern oder Kunden-Audiodateien, trägt laut der Studie zum Unternehmenserfolg bei. An diesen Bereich wagten sich nur 18 % der befragten Unternehmen, zumal dafür neuere Tools wie Apache Hadoop oder cloudbasierte Architekturen genutzt werden müssen.

Am häufigsten würden schließlich nach wie vor Programme zur Tabellenkalkulation wie Microsoft Excel sowie Business Intelligence Tools wie Microsoft Power BI oder IBM Cognos verwendet. In 67 % der Unternehmen wurde zusätzlich bereits mindestens ein fortgeschrittenes Tool wie SAS, ein Open-Source-Tool wie R, eine Programmiersprache wie Python oder ein KI-Tool genutzt.

Vorschläge gegen zurückhaltende Unternehmenskultur

Unter den befragten Führungskräften gaben 67 % an, sich mit der Verwendung der Daten ihrer Tools und Ressourcen nicht wohlzufühlen. Das galt auch für die Unternehmen mit datengestützter Kultur, in denen immerhin noch 37 % ein Unwohlsein im Umgang mit den Daten an den Tag legten. Nach Meinung von 70 % der Befragten wird jedoch die Wichtigkeit von Business Analytics innerhalb der nächsten drei Jahre weiter zunehmen.


Wie also können sich Unternehmen weiter in Richtung der Datenanalyse orientieren? Deloitte schlägt eine Reihe von Maßnahmen zum Wandel der Unternehmenskultur vor, denn das sei entscheidender als der Einsatz neuer Tools. Zu den möglichen Maßnahmen zählt das Einstellen oder Befördern von Führungskräften mit einer positiven Einstellung zur datengestützten Unternehmensführung, aber auch die Einbeziehung und Schulung von Mitarbeitern auf allen Unternehmensebenen wird betont.

Die Befragten: Führungskräfte in US-Firmen

Das Dienstleistungsunternehmen Deloitte, das unter anderem Wirtschaftsprüfungen durchführt, befragte für die Onlinestudie 1.048 Führungskräfte (Senior-Manager oder höher) US-basierter Firmen mit mindestens 501 Mitarbeitern. Voraussetzung war die Erstellung von oder der Umgang mit analytischen Daten im beruflichen Umfeld. Die Befragung fand im April 2019 statt.

Weitere Informationen gibt es bei Deloitte. Die Studienauswertung kann dort als PDF heruntergeladen werden.

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