Außerdem: Google startet Project Shield gegen DDos-Attacken

Fast Forward: Project Astoria ist tot, neuer PhpStorm-11-EAP-Build & React passt Versionsnummer an
Kommentare

Heute im Fast Forward haben wir gute und schlechte Nachrichten für euch: So ist ein neuer EAP-Build von PhpStorm 11 erschienen und Facebook passt die Versionsnummer von React an. Leider hat es Project Astoria endgültig erwischt – Microsoft gibt das Aus für die Windows-Bridge für Android bekannt. Außerdem hat Google Project Shield gegen DDos-Attacken gestartet, GitHub nutzt für seine Octicons ab sofort SVGs und es gibt neue Rating- und Reviewtools für die Google Play Developer Console.

PhpStorm 11 EAP Build 145.61 ist da

Nur wenige Neuerungen bringt der neueste Build von PhpStorm 11 EAP mit sich, dafür aber eine Reihe Bug-Fixes und kleinere Verbesserungen. Zu den wichtigsten Änderungen seitens der PHP-Plattform zählen diesmal der Support für Group-Use-Statements und das Neu-Ausführen von misslungenen Tests für Behat. Außerdem wurde ein verbesserter Traits-Support inklusive Code-Completion von Klassen innerhalb von Traits implementiert. Dazu kommen noch weitere Änderungen seitens der Web- und IntelliJ-Plattformen, die in den Release Notes übersichtlich zusammengefasst sind. Build 145.61 von PhpStorm 11 steht im Early Access Program zum Download zur Verfügung.

Facebook passt Versionsnummer von React an semver-Vorgaben an

Was für die Entwickler von React kaum eine Bedeutung hatte, sorgte bei vielen Nutzer der JavaScript-Library aus dem Hause Facebook für Vorsicht bei der Nutzung: die Null zu Beginn der Versionsnummer. Tatsächlich, so erklärt Dan Abramov auf Twitter, hat man bei React jedoch Minor-Versionen bisher wie Major-Versionen behandelt, sodass es eigentlich keinen Grund gab, React nicht in Production zu nutzen. Um Usern mehr Sicherheit bei der Nutzung zu bieten, soll die nächste Version darum React 15 heißen und künftig den bekannten semver-Vorgaben folgen.

Wer sich nun übrigens über den großen Versionssprung wundert, findet die Erklärung zum Beispiel in der entsprechenden Ankündigung des React-Teams. So hat man sich gegen eine offizielle Version 1.0 von React entschieden, weil dieser meist zu viel Bedeutung beigemessen wird, erklärt Ben Alpert auf Twitter:

Mehr Informationen dazu finden sich in einem Artikel von David Iffland oder dem oben genannten Blogpost des React-Teams.

Projekt Astoria ist jetzt offiziell tot

Im April letzten Jahres hatte Microsoft unter dem Codenamen Project Astoria die Windows-Bridge für Android vorgestellt. Die Idee hinter dem Portierungstool war es, Android-Entwicklern die Möglichkeit zu geben, ihre in Java oder C++ geschriebenen Apps ohne viel Aufwand auf Windows-Mobilgeräten auszuführen. Damit sollte das Tool das Gegenstück zur Windows Bridge für iOS (Projekt Islandwood) darstellen, an der man in Redmond noch immer fleißig weiterentwickelt.

Ende letzten Jahres verschärften sich jedoch die Gerüchte, dass das Projekt vor dem Aus stehe, jetzt gibt es die offizielle Bestätigung von Microsoft in einem aktuellen Blogpost. Als Begründung nennt Microsoft hier, dass man Entwickler nicht mit der Bereitstellung von zwei verschiedenen Tools zur Portierung von Apps auf die Universal Windows Plattform „verwirren“ wolle. Zukünftig will man sich zudem vor allem darauf konzentrieren, das iOS-Pendant voranzubringen. Welche Gründe ansonsten hinter der Entscheidung stecken, gibt Microsoft allerdings nicht preis.

Google startet Project Shield gegen DDos-Attacken

Hat man Zugriff auf einen PC und rund 150 Dollar übrig, lässt sich bereits eine DDos-Attacke auf eine Website starten und diese so offline nehmen. Um solche Angriffe zu verhindern und den freien Journalismus zu schützen, hat Google ein neues Tool auf den Markt gebracht: Bei Project Shield handelt es sich um ein kostenloses Werkzeug, das gefährlichen Traffic vom Server weg zurück in seine eigene Infrastruktur leitet. Auf diese Weise kann der Traffic leicht abgefangen werden. Ausführliche Informationen zu Project Shield bietet der Post im offiziellen Google Blog.

GitHub nutzt jetzt SVG für seine Octicons

Sie klingen etwas nach einer feindlichen Fraktion aus dem Transformers-Franchise, aber bei den Octicons handelt es sich lediglich um eine Sammlung von Icons. Diese hat GitHub bislang als (Icon-)Font geliefert, jetzt stellt der Online-Dienst auf Scalable Vector Graphics (SVG) um – hauptsächlich aus ästhetischen, aber auch aus Gründen der Handhabung. Was das genau bedeutet und wie das GitHub-Team vorgegangen ist, beschreibt Aaron Shekey in seinem Blogpost.

Neue Rating- und Reviewtools für die Google Play Developer Console

User-Feedback ist eine unschätzbar wertvolle Ressource bei der App-Entwicklung – vorausgesetzt, man kann aus der Masse der Ratings und Reviews tatsächlich eine qualitativ gehaltvolle Botschaft ziehen. Um dabei besser helfen zu können, hat Google die Developer Console von Google Play einer Auffrischung unterzogen. Die Neuerungen befähigen Entwickler dazu:

  • Ratings innerhalb eines beliebigen Zeitraums zu analysieren
  • Ratings hinsichtlich Land, Sprache, Gerät, App- oder Android-Version zu analysieren
  • Review Highlights (häufige Themen in Reviews) auszuwerten
  • User-Endgeräte bezüglich RAM, CPU, Bildschirmgröße zu analysieren
  • Reviewtexte zu durchsuchen
  • auf Reviews zu antworten und sich über Review-Updates benachrichtigen zu lassen

Weitere Details sowie zwei Beispiele inklusive Tipps im Umgang mit User-Ratings und -Reviews findet man im Release-Post von Fergus Hurley im Android-Entwickler-Blog.

 

Aufmacherbild: Tombstone in the Cemetery (modifiziert) von Shutterstock / Urheberrecht: Mr.Nikon

Unsere Redaktion empfiehlt:

Relevante Beiträge

Meinungen zu diesem Beitrag

X
- Gib Deinen Standort ein -
- or -