Außerdem: Cyanogen bringt MOD

Fast Forward: Spotify in der Google Cloud, Projekt Kratos & Security-Updates für TYPO3
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Heute geht es im Fast Forward mal wieder Update-lastig zu. So gab es erneut Security-Updates für TYPO3 CMS, während ein neuer EAP-Build für ReSharper Ultimate 10.1 bereit steht. Außerdem hat das Entwickler-Team des WordPress REST APIs über den aktuellen Stand zur Authentifizierung informiert, das Projekt Kratos wurde vorgestellt und Spotify zieht vom eigenen Hosting-Server in die Google Cloud um.

TYPO3 CMS mit Security-Updates

Nanu, hatten wir diese Headline nicht erst vor Kurzem im Fast Forward? Hatten wir. Es ging dabei sogar ebenfalls um die beiden LTS-Zweige 6.2 und 7.6. Heute vermelden wir jedoch die Veröffentlichungen von TYPO3 CMS 6.2.19 und TYPO3 CMS 7.6.4. Beide Updates enthalten neben zahlreichen Bug-Fixes auch Security-Fixes für je eine XEE– und eine XSS-Schwachstelle, hinzu kommt ein Fix für einen möglichen DoS-Angriff über die Indexed-Search-Komponente. In Version 6.2.19 wird darüber hinaus eine XSS-Schwachstelle in der Bookmark-Toolbar behoben. Beide Versionen stehen ab sofort zum Download bereit.

ReSharper Ultimate 10.1 EAP 3

Bei JetBrains ist man gerade kräftig dabei, ReSharper Ultimate 10.1 im Early Access Program voranzutreiben. Anfang Februar erschien die Version EAP 1, zwei Wochen später die EAP 2. Jetzt – bereits eine Woche nach dem letzten Release – liegt ReSharper Ultimate 10.1 EAP 3 vor. Mit an Bord ist vor allem eine Funktion, mit der sich NuGet-Referenzen optimieren lassen. Außerdem wurde das Highlighting verbessert, was Entwicklern vor allem bei der Verwendung von komplexen Generics entgegenkommt. Weitere Fixes findet man im Bug Tracker von JetBrains.

Cyanogen bringt MOD – Microsoft an Bord

Erinnert sich noch jemand an die Meldung, dass Microsoft-Apps bald in Cyanogen OS vorinstalliert sein sollten? Das war im April 2015. Mitte September letzten Jahres hieß es dann, dass bald Cortana integriert sein sollte. Jetzt die nächste Neuigkeit vom Mobile World Congress 2016: Cyanogen MOD. Damit will es das Unternehmen anderen Unternehmen schmackhaft machen, Apps über die Cyanogen-Plattform für Android zu entwickeln, die sich dann nativ ins OS integrieren. Wie eben Cortana. Oder das Skype-MOD, mit dem Nutzer VoIP-Funktionalitäten direkt in die Telefon-Funktion des Smartphones integrieren können. Wichtig ist nur: die MOD-Plattform hat nichts mit den seit Jahren bekannten Custom ROMs gemein. Mehr Hintergründe gibt es bei AndroidPolice.

WordPress REST API – die Authentifizierung

Mit dem Erscheinen von WordPress 4.4 im Dezember 2015 hat sich einiges getan – insbesondere unter der Haube. Hervorzuheben ist vor allem die Integration des WP REST APIs in den WordPress Core – welche Auswirkungen das für Entwickler hat, haben wir an anderer Stelle bereits ausführlich diskutiert.

In einem Blogpost hat jetzt WordPress-Core-Member George Stephanis über den Status Quo bezüglich der REST-API-Authentifizierung informiert. Die schlechte Nachricht vorweg: eine endgültige Entscheidung gibt es noch nicht; alles in allem ist es aktuell eine lebhafte Diskussion über Möglichkeiten – sowohl was das Authentification Scheme als auch den Scope angeht; und in beiden Bereichen gibt es zahlreiche Kleinigkeiten, die es zu bedenken gilt. Wer sich informieren möchte, dem sei der Beitrag REST API Authentifications ans Herz gelegt. Spannend übrigens auch für Entwickler abseits von WordPress; das eine oder andere Problem wird manch einer bestimmt wiedererkennen.

Projekt Kratos: AWS-Lambda-Funktionen ohne Amazon-Begrenzung

AWS Lambda ist ein Datenverarbeitungsservice für die Amazon-Cloud, der Code beim Eintreten bestimmter Ereignisse ausführt und automatisch die zugrunde liegende Datenverarbeitungsressource verwaltet. Das Startup Iron.io hat nun das Projekt Kratos angekündigt. Mit dessen Hilfe soll es möglich sein, AWS-Lambda-Funktionen auch außerhalb der Amazon-Umgebung auf verschiedenen Cloud-Plattformen zum Laufen zu bringen. Möglich macht das der Einsatz von Iron.io-Containern, in denen die AWS-Lambda-Features initiiert werden. Für Chad Arimura, Mitbegründer und CEO von Iron.io, ein zukunftsträchtiger Schritt:

Containers package up all the necessary components and makes the code platform agnostic, adding both control and choice over how and where you run your workloads. We’re finding that this is how the modern enterprise wants to architect their applications.

Weitere Informationen finden sich im folgenden Artikel.

Spotify zieht zu Google um

Der Musik-Streamingdienst Spotify hat angekündigt, seine eigene Hosting-Infrastruktur aufzugeben und stattdessen in die Google Cloud umzuziehen. Die Schweden, die bisher Data Center in Stockholm, Großbritannien und den USA betrieben, begründen diesen Schritt damit, dass Qualität und Performance inzwischen ein Level erreicht hätten, angesichts dessen man guten Gewissens diese Veränderung einleiten könne. Natürlich spielen auch finanzielle Gründe eine Rolle: Offensichtlich ist Spotify überzeugt, bei Google dieselbe Servicequalität zu geringeren Kosten zu erhalten.

Für Google und offenbar gegen Amazon Web Services oder Microsofts Azure sprachen laut Nicholas Harteau, Vice President Engineering & Infrastructure, die positiven Erfahrungen mit Googles Data Platform und Tools. Googles Data Stack habe alle Spotify-Teams effizienter gemacht, so Harteau weiter.

Laut einem Beitrag auf dem Google Cloud Platform Blog implementiert Spotify den Google Cloud Datastore und Google Cloud Bigtable. Mithilfe von Google Cloud Networking Services wie Direct Peering, Cloud VPN und Cloud Router sollen Petabytes an Daten migriert werden. Im Daily Business sollen dann verschiedenste Big-Data-Services von Google (u.a. Dataproc, Pub/Sub und BigQuery) zum Einsatz kommen und damit die Tools wie Hadoop, MapReduce und Hive sowie einige Eigenproduktionen ersetzen.

Aufmacherbild: Denys Prykhodov / Shutterstock.com

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