Wohin geht der Trend im Internet of Things?

7 Prognosen für das Internet of Things
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Das Internet of Things befindet sich zurzeit in seiner heißen Phase: Auch im Gartner Hype Cycle steht das IoT auf dem höchsten Punkt und bringt aus diesem Grund zahlreiche Innovationen hervor. 2020 sollen rund 50 Milliarden Geräte mit dem Internet verbunden sein, was unsere Gesellschaft tiefgreifend verändern wird – Grund genug, einen Blick auf die Trends im Internet of Things zu werfen.

Hält man sich die Zahl der vernetzten Geräte vor Augen, wird deutlich, dass vor allem Unternehmen vor neue Herausforderungen gestellt werden. Protokolle, Sensoren, Cloudtechnologien – alles muss an die vernetzte Welt angepasst werden. Aber es schlummert eben ein großes Potential im Internet of Things – gerade für Unternehmen: Laut Studien von McKinsey und Cisco wird das IoT die Welt bis 2025 um rund zehn bis 19 Billionen Dollar reicher machen. Ergebnisse von Goldman Sachs legen nahe, dass dank IoT allein 305 Milliarden Dollar im Gesundheitswesen eingespart werden können.

Es ist wahrscheinlich, dass alles, was sich digitalisieren lässt, auch digitalisiert und vernetzt wird. Schauen wir uns also einmal an, auf welche Entwicklungen im Internet of Things man sich in nächster Zeit freuen kann:

1. Internet of Things wird billiger

Die Kosten, um ein Gerät intelligent zu machen, nehmen ab. In einigen Use Cases sollen die Verbindungskosten zwischen IoT-Devices auf weniger als 50 Cent pro Monat fallen. Möglich macht dies die Tatsache, dass smarte Geräte immer weniger Sendedaten beanspruchen und mittlerweile auch auf ältere 3G-Netze zugreifen können. Kommt dann auch noch 5G ins Spiel, wird sich die Datenübertragung nochmals beschleunigen und die Kosten werden weiter sinken. Mit der Schaffung von allgegenwärtiger, ultrahoher Bandbreite soll Konnektivität nicht nur Usern, sondern auch Applikationen und Diensten zur Verfügung stehen, beispielsweise im Gesundheits- und Transportwesen.

2. Rasantes Wachstum

Das Internet of Things wird sich ähnlich schnell und umfassend verbreiten wie das Internet selbst. Vorreiter werden Unternehmen sein, die sich durch das IoT Vorteile versprechen. Ist das Internet of Things erst einmal dort akzeptiert, folgt die Annahme der Technologie durch die Verbraucher. Laut Deloitte waren 60 Prozent der verkauften IoT-Devices in 2015 für die Unternehmensnutzung bestimmt. Auch die Adaptionsgeschwindigkeit soll ansteigen: Fragt sich derzeit noch die Mehrzahl der Bevölkerung, warum man eigentlich diese ganzen Geräte mit dem Internet verbinden soll, wird man sich in Zukunft fragen, warum die Devices nicht schon immer vernetzt waren. Denn das IoT wird so gewöhnlich werden, dass es sich nahtlos in unser Leben integriert, so Cisco.

3. Connected Cars nehmen Fahrt auf

2016 soll der Umsatz im Connected-Car-Markt in Deutschland rund 2,3 Milliarden Euro betragen. Laut Prognose von statista wird im Jahr 2020 ein Marktvolumen von 6,2 Milliarden Euro erreicht – das entspricht einem jährlichen Umsatzwachstum von 27, 1 Prozent. Im weltweiten Vergleich soll in diesem Jahr in den USA mit 6,3 Milliarden Euro am meisten Umsatz generiert werden. Die Anzahl der Connected Cars in Deutschland soll bis 2020 auf 12,4 Millionen Autos anwachsen. Diese Fahrzeuge eröffnen Unternehmen neue Möglichkeiten wie Service-Benachrichtigungen und Features wie das autonome Fahren.

4. Smart Cities sprießen empor

Einen Großteil zum Wachstum des Internet of Things sollen Smart Cities beitragen. Bereits die Hälfte der Weltbevölkerung lebt in Städten, weswegen nach immer effizienteren Wegen gesucht wird, das Transportwesen sowie die Wasser- und Energieversorgung zu optimieren. Dank Smart-Cities-Projekten waren im Jahr 2015 1,1 Milliarden Geräte oder Dinge mit dem Internet verbunden. 2017 soll diese Zahl auf 2,6 Milliarden Devices ansteigen, 2020 sollen sogar knapp 10 Milliarden Dinge durch Smart Cities mit dem Internet verbunden sein.

The majority of Internet of Things spending for smart cities will come from the private sector.

5. Smart Homes werden wohnlich

Zunehmend größere Bedeutung innerhalb des IoT werden Smart Homes erlangen: In Deutschland beträgt der Umsatz im Smart-Home-Markt derzeit etwa 697 Millionen Euro. 2020 soll ein Marktvolumen von 2,5 Milliarden Euro erreicht werden – ein jährliches Umsatzwachstum von 37 Prozent. Auch in diesem Bereich liegt die USA mit einem prognostizierten Umsatz von 7,3 Milliarden Euro in diesem Jahr ganz vorne. Die Anzahl der smarten Haushalte soll 2020 in Deutschland 2,4 Millionen betragen. Ein Beispiel für den Boom im Smart-Home-Bereich ist Amazon mit seinem Dash-Button und dem Dash Replenishment Service: Mit dem Amazon-Dash-Button können per Knopfdruck Bestellungen ausgelöst werden. Einmal angebracht, etwa auf einer Waschmittelpackung, kann man bequem das Produkt per Klick nachbestellen. Der Dash Replenishment Service geht einen Schritt weiter: Es handelt sich dabei um selbstordernde Geräte, die das fehlende Produkt automatisch nachbestellen.

6. Smartwatches gewinnen Träger

Wearables, im Speziellen Smartwatches, machen einen großen Teil des Consumer-IoT aus. Im vergangenen Jahr wurden weltweit 80 Millionen Wearables ausgeliefert – Tendenz steigend. Laut einer Studie der IDC soll die Zahl der verkauften Wearables bis 2019 auf 214 Millionen ansteigen. Treibende Kraft in diesem Sektor ist die Apple Watch, die bereits 74 Prozent des Smartwatch-Markts für sich beansprucht. Mitte des Jahres könnte Gerüchten zufolge die Apple Watch 2 erscheinen, die für einen erneuten Schub im Wearable-Bereich sorgen dürfte.

7. China macht das IoT-Rennen

Auch wenn die USA in den Bereichen Smart Home und Connected Cars die Nase vorn haben, wird höchstwahrscheinlich China die IoT-Revolution anführen. Die Einnahmen aus Internet-of-Things-Services werden 2020 in China 41 Milliarden Dollar erreichen – damit verfünffacht sich der Wert innerhalb von fünf Jahren und das bedeutet die schnellste Wachstumsrate aller Länder. Treibende Kraft sind smarte Zähler für Strom, Gas oder Wasser. Sie zeichnen auch verantwortlich für den durch Datenanalysen generierten Umsatz, der das Gros des Gewinns im chinesischen IoT-Markt ausmacht.

 

Aufmacherbild: Magic crystal ball on a table von Shutterstock / Urheberrecht: Fer Gregory

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