Außerdem: Samsung investiert ins IoT

Inside IoT: Neue Amazon Dash Buttons, Microsoft Wallet & Commitment Rings
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Die Highlights aus dem IoT-Universum. Heute geht es um neue Amazon Dash Buttons, Microsoft mischt im Mobile Payment mit und REWE startet kontaktloses Bezahlen. Außerdem investiert Samsung über eine Milliarde Euro ins Internet of Things, wir stellen den smarten Tablettenspender Pillo und die Commitment Rings von Cornetto vor und zum Schluss gibt’s noch ein Video von SpotMini, dem neuen Roboter von Boston Dynamics.

Auch in dieser Woche gibt es wieder spannende Entwicklungen im Internet of Things zu beobachten. Die wichtigsten News und Stories sind hier zusammengefasst.

Neue Amazon Dash Buttons braucht die Welt?

Amazon hat seine Dash Buttons bereits vor über einem Jahr auf den Markt gebracht. Was einst für viele Kunden wie ein Aprilscherz anmutete, ist mittlerweile in Fahrt gekommen. Nun ja, fast. Zwar sind mehr als 100 verschiedene Buttons verfügbar – vom Kaffee bis hin zu Rasierern erhält man mit einem Knopfdruck alles geliefert – doch kommen sie bei den Kunden scheinbar nicht besonders gut an.

Wie eine Studie von Slice Intelligence zeigt, nutzt nur mehr die Hälfte der Dash-Besitzer den smarten Bestellknopf. Und diejenigen, die die Amazon Dash Buttons einsetzen, tätigen nur rund alle zwei Monate eine Bestellung. Dennoch plant der E-Commerce-Riese noch in dieser Woche die Einführung von mehreren Dutzend neuer Amazon Dash Buttons. Und auch die Geschäftspartner sehen die ganze Sache pragmatisch:

Several consumer-product executives said they have signed up for the gadget largely to ensure their brands maintain close ties to Amazon. The venture is more vital as a marketing tool than a product-delivery system, they said. […] Things can change. Look at the categories Amazon created that never existed before, like Kindle. There were people who said no one wanted to read a book off a screen.

Wir sind gespannt, wie sich das Ganze weiterentwickelt. Denn Amazon macht seinem Dash Button im eigenen Haus Konkurrenz: Auch die smarten Lautsprecher Echo und Tap ermöglichen direkte Bestellungen – und das per Sprachsteuerung.

Microsoft mischt im Mobile Payment mit

Nach Apple und Google ist jetzt auch Microsoft auf den Mobile-Payment-Zug aufgesprungen: Für Windows Insider, die Windows 10 Mobile Build 14360 oder höher verwenden, steht ab sofort Microsoft Wallet zur Verfügung. Und noch eine Einschränkung gibt es: Die Mobile-Payment-Lösung ist derzeit nur in den USA und nur für Besitzer eines Lumia 950, 950 XL und 650 verfügbar. Immerhin arbeitet Microsoft mit den führenden Kreditkartenanbietern MasterCard und Visa zusammen. Die App ermöglicht nicht nur kontaktlose Bezahlvorgänge, sondern speichert auch Kredit-, EC- und Bonuskarten virtuell, sodass man auf die physischen Karten verzichten kann. Laut Microsoft soll Wallet an mehr als einer Million Handelspunkten einsetzbar sein. Angesichts des doch eher bescheidenen Erfolgs von Windows 10 Mobile stellt sich die Frage, wie erfolgreich das Konzept wohl sein wird…

REWE startet kontaktloses Bezahlen

Ein weiterer Player stößt in den Bereich des kontaktlosen Bezahlens vor: Nach Aldi und Lidl will nun auch REWE kontaktlose Zahlungen ermöglichen. An den Start gehen soll die Funktion noch in diesem Jahr, derzeit werden bereits die Kassenterminals umgerüstet. Seit Anfang Juni wird das Contactless Payment in Berlin und anderen ausgewählten REWE-Märkten getestet; zum Einsatz kommen dabei Visa und MasterCard.

Samsung investiert in IoT

Laut Samsungs ehrgeizigem Plan wollen die Koreaner innerhalb der nächsten vier Jahre alles miteinander vernetzen. So sollen 1,2 Milliarden US-Dollar in US-amerikanische IoT-Startups und Forschung investiert werden. Der Hintergrund: Aufgrund der steigenden Bevölkerungszahl und der Tatsache, dass wir immer älter werden, will man das IoT im Kampf gegen Demenz einsetzen. Älteren Menschen soll dadurch ein längeres, selbstbestimmtes Leben ermöglicht werden. Im Unterschied zu anderen Firmen liegt Samsungs Fokus nicht auf M2M-Kommunikation, sondern auf den möglichen Vorteilen für reale Personen:

Technology must be designed with people at its core. If it does not improve a person’s life, they will not adopt it.

Ein weiterer Punkt auf der Liste ist die Reduktion von Treibhausgasen. Durch beispielsweise effizientere Heizungslösungen im Smart Home könnten jährlich neun Gigatonnen an CO2 eingespart werden, so Samsung. Auch ein Netzwerk aus Sensoren zur frühzeitigen Erdbebenwarnung soll errichtet werden. Wichtig für diese Pläne sei ein gemeinsamer Standard und offene Plattformen – genauso wie Security und Privacy.

Pillo – smarter Tablettenspender

Bei Pillo handelt es sich wohl um den interessantesten Tablettenspender dieser Tage. Die Firma Pillo Health preist Pillo auf Indiegogo als „home health robot“ an, der Machine Learning, Gesichtserkennung und Automation in sich vereint. Der persönliche Gesundheitsassistent soll so nicht nur Medikamente zur richtigen Uhrzeit genau ausgeben, sondern diese auch rechtzeitig nachbestellen. Das allein ist jetzt nicht sonderlich spannend, aber Pillo kann noch viel mehr: Der kleine Roboter soll auch Fragen zu Gesundheit und Wellness wie ein Mensch beantworten, sich sicher mit Smartphone und Wearables verbinden und Videokonferenzen mit medizinischem Fachpersonal ermöglichen.

Allerdings klingt Pillo fast zu gut, um wahr zu sein. Wäre der Gesundheitsroboter wirklich so toll, wie es den Anschein hat, bräuchte er vermutlich keine Finanzierungskampagne auf Indiegogo. Denn dann würden sich die Firmen wohl um ihn reißen, da man Pillo durchaus ein ähnliches Marktpotenzial wie Amazon Echo zusprechen kann. Nichtsdestotrotz sind bereits 32.297 US-Dollar der anvisierten 75.000 US-Dollar zusammengekommen; Pillo soll im Juli 2017 für rund 600 US-Dollar ausgeliefert werden. Es bleibt also spannend, was sich wirklich hinter dem kleinen Roboter verbirgt.

Der eine Ring, sie alle zu knechten

Sonntagnacht war es endlich soweit: Das lang ersehnte Staffelfinale von Game of Thrones lief im Fernsehen. Endlich wissen wir, dass Jon Snow xxx xxx xxx xxx. Viele von euch vermeiden sicherlich jeden Spoiler, damit sie die Folge mit dem Serienpartner in Crime schauen können, der bislang verhindert war. Gerade bei Pärchen gibt es oft einen Ehrenkodex, der verbietet, dass einer die gemeinsame Serie alleine schaut. Laut einer Umfrage passiert aber genau das bei rund 28 Millionen Netflix-Nutzern in den USA ständig – sie schauen die Serie heimlich.

Cornetto will nun mit den sogenannten Commitment Rings verhindern, dass ein Partner beim Schauen schummelt. In die Ringe ist eine NFC-Technologie eingebaut, die bewirkt, dass eine Serie erst dann abgespielt werden kann, wenn sich beide Ringe in unmittelbarer Nähe befinden. Per App wird zuvor festgelegt, welche Serie man zusammen schauen will. Diese lässt sich dann ein halbes Jahr lang nicht starten, wenn nicht beide gemeinsam vor dem TV sitzen. Was sich wie ein Scherz anhört, war zunächst auch so gedacht: Die Commitment Rings waren als Marketing-Aktion gedacht, aufgrund der großen Resonanz wird derzeit aber über eine tatsächliche Markteinführung nachgedacht. Interessierte können sich auf der Fanpage von Cornetto für weitere Informationen registrieren.

SpotMini, der neue Roboter von Boston Dynamics

Bitte gehen Sie weiter, hier gibt es nichts zu sehen – nur ein Video des neuen Roboters von Boston Dynamics, der den Haushalt schmeißt und auf Bananenschalen ausrutscht… Viel Spaß!

Aufmacherbild: Two golden wedding rings (modifiziert) von Shutterstock / Urheberrecht: MorganStudio

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