Außerdem: Kontaktloses Bezahlen steckt noch in Kinderschuhen

Inside IoT: Drohnenjagende Raubvögel, deutsche Amazon-Dash-Alternative & Wearable Clothes
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Die Highlights aus dem IoT-Universum. Heute unter anderem mit einer deutschen Alternative zu Amazon Dash, drohnenjagenden Vögeln in den Niederlanden und neuen Sicherheitslösungen fürs IoT. Außerdem steckt das kontaktlose Bezahlen in Deutschland noch immer in den Kinderschuhen und Guess bringt Wearable Clothes mit integrierter Körperpflege auf den Markt.

Auch in dieser Woche gibt es wieder spannende Entwicklungen im Internet of Things zu beobachten. Die wichtigsten News und Stories sind hier zusammengefasst.

Deutsche Alternative zu Amazon Dash

Amazon Dash bekommt Konkurrenz aus Deutschland: Der Hamburger E-Commerce-Dienstleister e-matters bietet ab sofort den sogenannten „Spark-Aufkleber“ für direkte Nachbestellungen an. Im Unterschied zum Dash-Button kann man Spark aber nicht einfach drücken, sondern muss den aufgedruckten QR-Code mit dem Smartphone abscannen. Ist der Code allerdings einmal gescannt, kann der Kunde Produkt, Menge, Lieferung oder Abholung festlegen und bei Bedarf die Bestellung für Wiederholungen automatisieren. Der Aufkleber ist frei konfigurierbar und kann grundsätzlich auch von jedem Händler genutzt werden, z. B. von stationären Geschäften für Click & Collect oder Same-Day-Delivery. Weitere Einsatzszenarien wie Produkt- oder Serviceinformationen, also Bedienungsanleitung, Ersatzteile, Bestellstatus etc., sind laut Hersteller ebenfalls für den Spark-Aufkleber denkbar.

Spark_e-matters_Aufkleber-auf-Kuehlschrank

Spark_e-matters_Scan-am-Kuehlschrank

 

Niederländische Polizei trainiert drohnenjagende Vögel

Nein, diese Überschrift ist kein Scherz: Die niederländische Polizei führt gerade ein Testprogramm mit Raubvögeln durch, um unerwünschte Drohnen vom Himmel zu entfernen. Da Drohnen immer beliebter werden, fürchtet die Polizei eine Zunahme an unkontrollierten Flugobjekten bzw. den Einsatz von Drohnen für kriminelle Zwecke. Da bislang noch keine erfolgreiche Lösung gefunden wurde, um Drohnen im Flug sicher zu stoppen, hat sich die niederländische Firma Guard From Above eine „low-tech solution for a high-tech problem“ ausgedacht: Speziell trainierte Greifvögel übernehmen das Abfangen der Flugobjekte. Nach einem mehrmonatigen Testlauf soll dann entschieden werden, ob in Zukunft drohnenjagende Vögel den niederländischen Luftraum sichern. Wie man sich das Ganze vorzustellen hat, zeigt das folgende Video:

Kontaktloses Bezahlen steckt noch in Kinderschuhen

Wie Visa per Pressemitteilung bekannt gibt, etabliert sich das kontaktlose Bezahlen in Deutschland nur langsam: Mittlerweile sind rund 100.000 Terminals für Zahlungen via NFC-Technologie ausgerüstet. Allerdings fehlt noch 350.000 Terminals ein Software-Update. Auch die Anzahl kontaktloser Visa-Karten sei im vergangenen Jahr um 52 Prozent auf 4,1 Millionen gestiegen. In Relation zu den insgesamt knapp 20 Millionen Visa-Karten, die in Deutschland im Umlauf sind, ist das aber immer noch ein sehr kleiner Anteil. Im europäischen Geschäft habe Visa erstmals über eine Milliarde kontaktlose Transaktionen gezählt – vor allem Großbritannien gilt als Vorreiter in puncto kontaktloses Bezahlen: Mittlerweile sei eine von sieben Visa-Transaktionen am Point of Sale kontaktlos, ein Jahr zuvor waren es noch eine von 25.

Einen weiteren Schritt hin zur Ausbreitung des kontaktlosen Bezahlens hat der Discounter Lidl gemacht: Nachdem sich Lidl bereits im letzten Jahr eine flächendeckende Verbreitung des Contactless Payment eingesetzt hat, startet das Unternehmen jetzt das kontaktlose Bezahlen mit Visa, MasterCard und Maestro in ganz Deutschland. Somit können Kunden ab sofort  in über 3.200 Filialen kontaktlos mit einem Smartphone, einer Karte oder einem entsprechenden Sticker via NFC bei Lidl bezahlen.

Mehr Sicherheit fürs IoT

Die NewTec GmbH, Spezialist für sicherheitsrelevante elektronische Systeme, will das Internet of Things ein wenig sicherer machen und präsentiert neue Sicherheitslösungen für das IoT: Darunter fallen etwa Protokolle für die sichere Kommunikation zwischen Geräten und das Entwickler-Board SafeFlex-FDSK. SafeFlex-FDSK soll Unternehmen dabei helfen, eigene Entwicklungen im Umfeld des IoT zu evaluieren und unter Laborbedingungen zu testen. Das Board unterstützt die Feldbuskommunikation mit dem Open-Source-Sicherheitsprotokoll openSAFETY der EPSG (Ethernet POWERLINK Standardization Group). Erster unterstützter Feldbus ist der Ethernet POWERLINK der NewTec-Partner EPSG und Softing.

Wearable Clothes mit integrierter Körperpflege

Um auf dem hart umkämpften Modemarkt vorne mitzuspielen, muss man sich heutzutage schon etwas Besonders einfallen lassen. Genau das hat sich wohl Guess gedacht und eine Kollektion von Wearable Clothes herausgebracht, die die Haut mit allen wichtigen Stoffen versorgen sollen. Ganz wie eine integrierte Bodylotion pflegt die Jeancare-Linie mit Gingko-Extrakten, antioxidantisch-wirkendem Vitamin E und hautfreundlichem Lavendel und Kamille. Die Kombination soll die Blutzirkulation anregen, Cellulite bekämpfen und durch spezielle Slimtex-Fasern die Figur in Form bringen. In der Kleidung sind Mikrokapseln eingebettet, die sich bei Bewegung entleeren. Der Preis für die Kollektion liegt zwischen 59 und 128 Dollar, was angesichts einer integrierten Spa-Behandlung durchaus im Rahmen liegt. Waschen sollte man die Klamotten allerdings nicht so oft, da ansonsten die extra Features verloren gehen. Da die Kleidung aber sowieso nach Lavendel riecht, braucht man sich um den eigenen Körpergeruch sowieso nicht mehr sorgen – zumindest eine gewisse Zeit lang.

 

Aufmacherbild: amerikanischer kahler Adler, der unten swooping ist von Shutterstock / Urheberrecht: FloridaStock

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