Außerdem: AirMule – die Drohne für den Schwersteinsatz

Inside IoT: FordPass, Cloud Computing & eine intelligente Angel
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Die Highlights aus dem IoT-Universum. Heute unter anderem mit Fords neuer Mobilitätsplattform FordPass, den Trends Cloud Computing & Connected Cars und der Drohne AirMule. Außerdem wächst der IoT-Einfluss auf Business-Prozesse und die intelligente Angel FishSentry signalisiert Anglerglück.

Auch heute gibt es wieder spannende Entwicklungen im Internet of Things zu beobachten. Die wichtigsten News und Stories sind hier zusammengefasst.

Ford stellt FordPass vor

Auf der North American International Auto Show (NAIAS) hat Ford die hauseigene Mobilitätsplattform FordPass vorgestellt. FordPass nutzt die technische Infrastruktur von Smartphones und soll als vollständiges digitales Ökosystem dienen. Vereinfacht gesagt soll die Plattform für Autofahrer ungefähr die gleiche Funktion übernehmen wie iTunes für Musikfans. FordPass-Mitglieder erhalten Zugang zu verschiedenen Mobilitätsservices wie zum Beispiel Parkopedia – eine App zum Finden von Parkplätzen – oder FlightCar fürs Car Sharing. Die Abrechnung erfolgt dann über FordPay. Auch eine Kontaktaufnahme mit Ford-Händlern zwecks eines Wartungstermins ist über die App möglich, genauso wie die Kommunikation mit sogenannten FordGuides – dem Kundenservice von FordPass. Übrigens ist die App nicht nur Ford-Fahrern vorbehalten, sondern kann von allen Autofahrern genutzt werden.

Trends 2016: Cloud Computing & Connected Cars

Auch im Jahr 2016 wird Cloud Computing in Kombination mit Connected Cars eine bedeutende Rolle im Feld des Internet of Things spielen. Laut einer Studie von Wikibon unter rund tausend Usern zeichnet sich ab, dass Cloud Computing auch in Zukunft Geschäftsmodelle von Unternehmen aufbrechen wird – Stichwort „disruptive technology“. Da sich agil arbeitende IT-Firmen immer weniger auf Private-Cloud-Strategien konzentrieren, gewinnen hybride und öffentliche Clouds vermehrt an Bedeutung. Bei den Cloud-Technologien dominiert SaaS das Feld, das die On-Premise-Lösungen ablöst. Aber auch die Gründe für die Nutzung einer Cloud haben sich geändert: Skalierbarkeit bleibt der Hauptgrund, auf Rang zwei liegt Agilität. Kosteneinsparung und mit der Cloud assoziierte Innovationen bleiben weiterhin attraktiv, fallen aber hinter Agilität zurück:

We can look forward to more variations of Cloud technology in use, as well as the Cloud being deployed in original ways outside of computers and mobile devices.

Ein großer Beförderer der Cloud-Technologie sind Technologien, die in der Automobilindustrie zum Einsatz kommen. Im Zuge der Mobilität 4.0 sind immer mehr Fahrzeuge vernetzt und avancieren so quasi zu den größten Smartphones auf dem Markt. Durch die Nutzung einer Cloud können Autohersteller zum Beispiel ein Auto ständig überwachen und die gesammelten Daten zur Auswertung – beispielsweise bei einem Unfall – zu Rate ziehen. Für Nutzer wird das Fahrzeug durch den Einbau verschiedener Technologien wie Wifi-Hotspot oder Spotify-Integration zu einer Art smartphone on wheels. Durch mobile Technologien wird sich auch das Verhältnis zum eigenen Auto ändern: Ist eine erschwingliche Fahrt per App verfügbar, denkt der eine oder andere vielleicht doch über die Notwendigkeit eines eigenen Fahrzeugs nach.

The key is the user experience, and that comes down to what the cars have to offer. With mobile technology, the cloud, and the ubiquity of smart devices, the driving experience has undeniably shifted into a new gear.

Meet AirMule – eine Drohne für den Schwersteinsatz

Erst vor kurzem haben wir euch die erste autonome Drohne zur Passagierbeförderung vorgestellt, die Ehang 184. Mit solch geringen Transportmöglichkeiten wollte sich die israelische Firma Urban Aeronautics aber nicht abgeben: Die sechs Meter lange Drohne AirMule soll rund eine halbe Tonne Gewicht über eine Strecke von 50 km tragen können; die Höchstgeschwindigkeit liegt bei rund 89 km/h. Einsatzmöglichkeiten sind laut Hersteller Militär- und Rettungseinsätze. Zusätzlich verfügt die Drohne über einen eingebauten Fallschirm, der bei technischen Störungen ausgelöst wird.

Drohne AirMule

Quelle: http://www.urbanaero.com/category/2015

IoT-Einfluss auf Business-Prozesse wächst

Mehr als die Hälfte aller neuen Business-Prozesse und –Systeme wird 2020 ein Element des Internet of Things beinhalten, so eine Studie von Gartner. Waren viele Use Cases des IoT zuvor noch unpraktisch für viele Unternehmen, soll sich das in Zukunft rapide ändern. Denn das Internet of Things ist für jede Industrie wichtig, aber nicht für jede Anwendung. Deshalb wird es keine reinen „IoT-Applikationen“ geben, sondern vielmehr Apps, die das IoT in kleinem oder größerem Maßstab in ihre Arbeit integrieren. Gartner schätzt, dass 2020 ein Schwarzmarkt im Wert von über fünf Milliarden Dollar existiert, der gefälschte Sensoren und Videodaten anbietet. Außerdem werden die Security-Kosten im Jahr 2020 rund 20 Prozent des jährlichen Sicherheits-Budgets ausmachen – 2015 war es noch ein Prozent. Der ausführliche Bericht steht auf Gartners Webseite zum Download bereit.

Intelligente Angel signalisiert Anglerglück

Manche Angler haben einfach mehr Glück als andere, wenn es um das Fische fangen geht. Kommt man nur ein bisschen zu spät, hat sich der leckere Fisch schon wieder vom Haken befreit und ist zurück in die Freiheit geschwommen. Damit das in Zukunft nicht mehr so leicht passiert, gibt es jetzt die FishSentry-Angel: Über einen integrierten Bluetooth-Low-Energy-Chip sendet die Angel Informationen an das Smartphone des Nutzers. Zudem sind Sensoren angebracht, die jede noch so kleine Bewegung melden und auch zwischen Fisch und Fremdkörper unterscheiden. Die zugehörige App bietet zudem einen Überblick über Fanggebiet, Datum, Gezeiten etc., sodass Angler einen Überblick über besonders erfolgreiche Fisch-Stellen erhalten. Allerdings ist so eine Angel nicht ganz billig: Momentan läuft eine Indiegogo-Kampagne, bei der die günstigste Angel für 499 Dollar zu haben ist.

 

Aufmacherbild: fishing, fishing in a lake, (modifiziert) von Shutterstock / Urheberrecht: TSpider

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