Außerdem: Die Deutschen haben Angst vor Datenklau beim Mobile Payment

Inside IoT: IBM Quarks goes Open Source, Samsung Gear VR & smarter Spiegel
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Die Highlights aus dem IoT-Universum. Heute geht es unter anderem um das quelloffenene Analyse-Werkzeug Quarks von IBM, sicheres Bezahlen im IoT dank Visa und die Samsung Gear VR mit neuen Features. Außerdem haben die Deutschen Angst vor Datenklau beim mobilen Bezahlen und wir stellen einen smarten Badezimmerspiegel vor.

Auch in dieser Woche gibt es wieder spannende Entwicklungen im Internet of Things zu beobachten. Die wichtigsten News und Stories sind hier zusammengefasst.

IBM stellt Quarks Open Source

Bei Quarks handelt es sich um ein API und eine Runtime zur direkten Analyse und Verarbeitung von IoT-Daten. Das jetzt quelloffene Werkzeug soll die Erstellung von effizienteren IoT-Anwendungen ermöglichen. Vor allem die Verarbeitung großer Echtzeitdatenmengen soll mit Quarks befeuert werden – Einsatzmöglichkeiten liegen laut IBM im Gesundheitsbereich und in Hochrisikoarbeitsumgebungen. Konkrete Szenarien sind beispielsweise die konstante Überwachung von Diabetes-Patienten oder der Sicherheit von Ölplattformmitarbeitern. Aber auch die Zusammenführung verschiedener Daten aus einer Vielzahl von Geräten an einem Ort ist ein Ziel von Quarks. IBMs langfristiges Ziel ist es, Quarks zum Standard-Entwicklungstool für solche IoT-Szenarien zu machen. Das Projekt steht unter der Apache-2.0-Lizenz und kann auf GitHub heruntergeladen werden.

Visa will sicheres Bezahlen ins IoT bringen

Auf dem Mobile World Congress hat Visa angekündigt, sein Visa-Ready-Programm für das Internet of Things bereitzustellen. Das Programm soll eine nahtlose Integration von sicheren Bezahlmöglichkeiten in Produkte und Dienste bieten. Zu den ersten Partnern gehören unter anderem Accenture und Samsung, die wiederum mit Geräteherstellern wie Chronos und Pebble zusammenarbeiten, um mit diesen Devices sichere Zahlungen zu ermöglichen. Ein weiteres Szenario ist das vernetzte Auto: Kreditkartendetails sollen im Bordsystem abgespeichert und somit Tankrechnungen oder Parkgebühren direkt bezahlt werden können. Die ersten Anwendungsfälle beschränken sich auf Wearables und Connected Cars, in Zukunft sollen aber alle Bereiche des IoT von Visa Ready profitieren können:

By adding payments to these devices, we are turning virtually any Internet connection into a commerce experience – making secure payments seamless, and ultimately more accessible, to merchants and consumers.

Samsung Gear VR mit neuen Features

Facebook hat laut eigenen Angaben ein positives Echo zur Markteinführung der Virtual-Reality-Brille Gear VR erhalten: Seit November 2015 wurde mehr als eine Million Stunden an Videomaterial angesehen, außerdem stehen mehr als 200 Spiele und Apps für die Brille zur Verfügung. Das Entwickler-Team hat aber noch weitere Neuigkeiten im Gepäck: Die bereits auf Facebook und in Oculus Rift verwendete 360-Video-Technologie wird ab sofort auch in der Samsung Gear VR zum Einsatz kommen:

It’s a more efficient way of delivering 360 videos, showing only the pixels you’re actually looking at in the highest quality, instead of delivering the entire 360 video in high resolution.

Einen verstärkten Fokus legt Facebook bei der Entwicklung der Virtual-Reality-Erlebnisse auch auf die Verbindung von Personen miteinander: So sollen in Zukunft etwa Freunde, die weit entfernt voneinander leben, über die Brille Zeit zusammen verbringen können – ganz so, als wäre man wirklich beim anderen vor Ort.

Mobile Payment: Die Deutschen haben Angst vor Datenklau

Wie eine Umfrage der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC ergab, ist das mobile Bezahlen per Smartphone oder intelligenter Uhr in Deutschland nur wenig verbreitet: Nur 30 Prozent der Deutschen haben diese Art der Bezahlung schon einmal genutzt. Im Vergleich zur vorherigen Befragung zeigt sich aber immerhin ein positiver Trend: Vor einem halben Jahr gaben nur 25 Prozent an, bereits kontaktlos bezahlt zu haben. Von den Personen, die noch nie das sogenannte Mobile Payment genutzt haben, wollen 36 Prozent dieses Bezahlverfahren zukünftig einsetzen. Die Verbreitung solcher Technologien wird in Deutschland vor allem durch die Angst vor Datenklau gebremst: 85 Prozent fürchten, dass beim mobilen Bezahlen Daten gestohlen und missbraucht werden könnten.

Spieglein, Spieglein an der Wand

Smarte Thermostate, intelligente Beleuchtung, kommunizierende Kühlschränke – langweilig! Das dachte sich zumindest Google-Mitarbeiter Max Braun und entwickelte einen smarten Badezimmerspiegel. Dafür bestellte er sich einen Zwei-Wege-Spiegel, ein Display und ein Controller-Board – das millimeterdünne Display versteckt sich zwischen Spiegel und Tür, die restliche Technik an der Innenseite der Spiegeltür. Der Code für das User Interface besteht aus einfachen Android-APIs und den Apps Forecast und Associated Press. Derzeit zeigt der Spiegel Uhrzeit, Datum, aktuelle Nachrichten und das Wetter für die nächsten 24 Stunden an. Laut Braun handelt es sich bei dem Prototyp allerdings noch um „a work in progress“ – in Zukunft soll der smarte Spiegel um weitere Funktionen wie Erinnerungen, Verkehrsmeldungen und Sprachsuche erweitert werden.

Unbenannt

© Max Braun

 

Aufmacherbild: Modern style interior design of a bathroom (modifiziert) von Shutterstock / Urheberrecht: Wuttichok Panichiwarapun

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