Das hält Steve Ballmer von der Strategie seines Nachfolgers Satya Nadella

Steve Ballmer kritisiert Microsofts fehlende Windows 10 Mobile Strategie
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Ex-Microsoft-CEO äußert im Interview für Business Insider Kritik an seinem Nachfolger Satya Nadella: Seiner Meinung nach fehle Microsoft eine klare Strategie für Windows 10 Mobile. Außerdem gibt er spannende Infos zu seinen bestehenden Projekten preis.

Zwei Jahre ist es nun her, dass Steve Ballmer von seinem Amt als Microsoft-Chef zurückgetreten ist und das Zepter an Satya Nadella übergeben hat. Mittlerweile ist Ballmer Besitzer der Los Angeles Clippers, und auch bei Microsoft hat sich seit seinem Rückzug einiges getan. Der Softwarekonzern setzt jetzt unter anderem verstärkt auf Cloud Computing und öffnet seine Tore mit Windows 10 auch für andere Plattformen wie Android oder iOS. Was der Ex-CEO von der neuen Richtung hält, die Microsoft eingeschlagen hat, verrät er jetzt im Interview für Business Insider.

 „Windows 10 Mobile braucht eine klare Strategie“

Bereits vor einigen Wochen äußerte sich Ballmer zur Mobile-Strategie von Microsoft und kritisierte, dass auch die Universal Windows Plattform die oftmals bemängelte App-Lücke nicht schließen könne. Seiner Ansicht nach würde Microsoft am besten damit fahren, Windows 10 Mobile so anzupassen, dass auch Android-Apps darauf laufen können. Project Astoria, das ebendiesen Schritt ermöglicht hätte, liegt mittlerweile allerdings auf Eis.

In einem aktuellen Interview mit Business Insider hält Ballmer seinen Nachfolger Satya Nadella jetzt dazu an, in Sachen Windows 10 Mobile eine klare Linie zu entwickeln:

… the company really has to chart a direction in mobile devices. Because if you’re going to be mobile-first, cloud-first you really do need to have a sense of what you’re doing in mobile devices. I had put the company on a path. The board as I was leaving took the company on a path by buying Nokia, they kind of went ahead with that after I told them I was going to go. The company, between me and the board, had taken that sort of view. Satya, he’s certainly changed that. He needs to have a clear path forward. But I’m sure he’ll get there.

Nadella habe die Strategie, die Ballmer einst eingeschlagen hat, verändert; gemeint ist damit unter anderem der Aufkauf von Nokia. Seiner Meinung nach habe Nadella aber noch nicht deutlich genug vermittelt, welchen Weg man mit dem Mobilbetriebssystem gehen will – genau darauf müsse sein Nachfolger jetzt den Fokus legen.

Auf andere Microsoft-Projekte blickt Ballmer dafür durchaus positiv, in diesem Zusammenhang hebt er zum Beispiel die Entwicklung von Office 365 hervor. Aber auch die Arbeiten an der Xbox und der Augmented-Reality-Brille HoloLens sieht er als zukunftsweisend für das Unternehmen:

If you look at the transition to Office 365 we started when I was there, I’m excited about that and I think the company’s doing a great job on that. When you take a look at the transition from server software to Azure, what’s going on in terms of cloud infrastructure, the company is absolutely the No. 1 company serving enterprise backbone needs, which is fantastic. From a client perspective, I really think the work Microsoft’s doing with Surface, with HoloLens, with Xbox, that stuff’s absolutely essential to the company’s future.

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Neue Webseite soll Bericht über die Arbeit der Regierung abliefern

Natürlich ging es im Interview nicht nur um Ballmers Vergangenheit bei Microsoft, sondern auch um bestehende Projekte wie sein Twitter-Engagement, das er selbst für ausbaufähig hält: Twitter habe großes Potential, um sowohl für Nutzer als auch für Investoren attraktiver zu werden.

Außerdem arbeite Ballmer an einer neuen Webseite, die ähnlich wie der Jahresbericht von Aktienunternehmen in den USA funktionieren und über die Arbeit der Regierung informieren soll:

Call it like a „10k for government“ we’ve been working on with a website, with additional data.

Noch befindet sich die Webseite in der frühen Entwicklung, und wird wohl auch noch einiges an Arbeit kosten, denn wie sich laut Ballmer herausgestellt hat, sei die Politik doch sehr verworren. Wann sie offiziell verfügbar sein soll, steht daher noch in den Sternen, einen Namen gibt es ebenfalls noch nicht.

Aufmacherbild: Coin Operated Binocular viewer von Shutterstock / Uhreberrecht:  Kudla

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