Neue Version des CMS Drupal startet am 3. Juni

Drupal 9: So gelingt das erfolgreiche Upgrade
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Jetzt ist es definitiv: Die neue Version des CMS Drupal geht am 3. Juni 2020 an den Start. Drupal 9 punktet mit der Aktualisierung auf Symfony 4 und PHP 7 sowie einem vereinfachten Upgrade-Prozess.

Die neue Drupal-Version kommt nicht mit viel überraschend Neuem daher, sondern bietet insbesondere in der Ausführung bestehender Funktionalitäten einige neue Features, um die Sicherheit und Zukunftsfähigkeit des Open Source-CRM zu gewährleisten. So aktualisiert Drupal 9 (D9) unter anderem die sogenannten Dependencies auf Symfony 4.4, Twig 2, PHPUnit oder jQuery. Zudem hebt das System die Anforderung an die eingesetzte PHP-Version an, um die Leistung noch weiter zu steigern: Es muss dann mindestens PHP 7.2 oder sogar 7.3 implementiert sein. Nur so kann künftig die Sicherheit und Zukunftsfähigkeit von Drupal sichergestellt werden.

Ab Version 9.1 plant die Drupal-Community, D9 mit weiteren zusätzlichen Features auszustatten – etwa ein neues Admin- und Frontend-Theme oder Verbesserungen in der Darstellung sowie des Content-Workflows. Die größte sichtbare Änderung ist die Entfernung des veralteten Codes der Vorgängerversion.

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Upgrade-Prozess rechtzeitig planen

Das Upgrade auf die neue Version ist für alle Drupal-Nutzer unerlässlich, denn das Enddatum sowohl von Drupal 7 als auch von Drupal 8 steht bereits fest: November 2021. Spätestens dann sollte der Upgrade-Prozess abgeschlossen sein, denn zu diesem Termin läuft auch der Support für die Version 3 des Symfony-Frameworks aus, auf dem Drupal 8 aufbaut – Sicherheitslücken werden somit nicht mehr behoben.

Je nachdem, welche Drupal-Version aktuell für das Content Management im Einsatz ist, gilt es bei der Migration, auf nachfolgende Hinweise und Tipps zu achten:

  1. Direktes Upgrade von Drupal 8 auf Drupal 9

Die Migration von D8 auf D9 ist im Gegensatz zu Vorgänger-Upgrades relativ problemlos zu bewerkstelligen, da code-seitig einige Vereinfachungen vorgesehen sind:

Der große Unterschied zu früheren Migrationsprozessen liegt darin, dass sich Programmierer ab sofort in der laufenden Drupal 8-Installation anzeigen lassen können, wie kompatibel diese zu D9 ist. Das gibt ihnen Zeit, einen Plan für notwendige Anpassungen vor dem Versions-Wechsel zu machen. Weitere Hilfestellung gibt das Upgrade-Status-Modul, welches die zu aktualisierenden Contrib-Module anzeigt. Für einen erfolgreichen Wechsel auf D9 sind diese unbedingt anzupassen. Außerdem gilt es, den Custom-Code manuell oder mit Hilfe eines Tools wie Drupal-Check auf die Update-Fähigkeit zu prüfen – nur dann wird der Wechsel reibungslos gelingen.

  1. Upgrade von Drupal 7 auf Drupal 9 vorbereiten

Eine direkte Migration von Drupal 7 auf Drupal 9 ist wesentlich komplexer, zumal D7 noch nicht auf Symfony basiert und sich viele Konzepte und Schnittstellen ab Drupal 8 geändert haben. Um unnötige Überraschungen zu vermeiden und viel Zeit zu sparen, empfiehlt es sich daher, zeitnah langfristige Projekte von D7 auf D8 zu migrieren. Dieser Zwischenschritt ermöglicht es, Tools zu nutzen, die dann den Übergang zu Drupal 9 erleichtern und unnötigen Stress reduzieren.

Drupal-Upgrade in der Praxis

Der tatsächliche Aufwand, der mit dem Wechsel verbunden ist, hängt von der Größe und Anzahl der zu migrierenden Webseiten ab. Es ist daher sinnvoll, sich bereits frühzeitig Gedanken über die neue Site-Architektur sowie die gewünschten Funktionen zu machen und zu überlegen, welche Drupal-Module in die neue Struktur übernommen werden sollen. Dabei hilft ein Blick auf den Modul-Upgrade-Status. Dieser gibt einen guten Überblick über die bereits vorhandenen Module und solche, die gegebenenfalls noch fehlen könnten.

Der aus Entwickler-Sicht wahrscheinlich interessanteste Teil im Upgrade-Prozess ist der Blick auf den Custom-Code, der am besten zeigt, auf welche Art und Weise sich die Drupal-Modul-Programmierung weiterentwickelt hat. Die Anpassungen an den Costum-Modulen werden wahrscheinlich zeitintensiv, aber es wird die Mühe wert sein.

Auf die Inhalte kommt es an

Mithilfe des Moduls „Migrate“, das ab sofort im Core von Drupal 9 enthalten ist, können im Anschluss die Inhalte in das neue System überführt werden. Dabei gibt es folgendes zu beachten:

  1. Vorrausschauendes Zeitmanagement

Viele Wege führen nicht nur nach Rom – sondern auch zur Migration von Inhalten bei Drupal 9. Daher ist es wichtig, rechtzeitig eine Roadmap zu definieren, die oben genannten Tools wie das Upgrade-Status-Modul oder Drupal-Check zu nutzen und sich einen Überblick über den Code-Stand zu verschaffen.

  1. Vorangehende Prozesssimulation

Um einen reibungslosen Übergang sicherzustellen, sollte der gesamte Prozess vorab simuliert und kritische Punkte entlang der ganzen Prozesskette frühzeitig getestet werden.

  1. Stetige Prozessautomatisierung

Der Migrationsprozess beinhaltet viele Bestandteile, die sich für eine Automatisierung eignen. Je höher die Anzahl der automatisierten Bestandteile ist, desto weniger Fehler können im Prozess passieren.

Drupal 9 – Zeit für den Wechsel

Das anstehende Release von Drupal 9 und das Ende des Supports für die Versionen D7 und D8 im November 2021 sollten für alle Anstoß sein, rechtzeitig die notwendigen Arbeitsschritte für ein Update anzugehen und somit einen stressfreien Übergang sicherzustellen. Dann steht einer optimalen Nutzung des CMS und der Umsetzung vieler neuer Ideen der Drupal-Community nichts mehr im Weg.

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