Außerdem: Symfony 2.7.40, 2.8.33, 3.3.15, 3.4.3 und 4.0.3 sind da

Keine Symfony Standard Edition für Symfony 4
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Die Symfony Standard Edition hat ausgedient. Nicht alle Nutzer sind jedoch mit Symfony Flex zufriedener. Was können Nutzer tun und wie reagiert das Symfony-Team auf die Situation?

Seit dem Release von Symfony 2.0 stand Entwicklern mit der Symfony Standard Edition eine Option zum schnellen Setup neuer Symfony-Instanzen zur Verfügung. Wie Fabien Potencier, Gründer und Project Lead von Symfony, nun im Symfony-Blog mitteilte, wird es diese Option ab Symfony 4 nicht mehr geben. Ursprünglich wurde die Standard Edition in das Framework integriert, als der monolithische Aufbau von Symfony 1 zu Version 2 aufgelöst wurde. Mit der Standard Edition wurde Entwicklern damals eine Möglichkeit gegeben, trotzdem nicht für jedes Projekt eine individuelle Auswahl der zu installierenden Komponenten treffen zu müssen. Stattdessen brachte die Symfony Standard Edition eine vorkonfigurierte, opinionated Auswahl an Komponenten mit, die für die Arbeit an „traditionellen“ Frontend-Projekten optimiert war und zahlreiche Standardfunktionen abdeckte.

Symfony Flex statt Symfony Standard Edition

Die Standard Edition war jedoch immer auch Diskussionen unterworfen. Jetzt hat sie ausgedient. Statt der Standard Edition kann nun Symfony Flex genutzt werden, des ab Version 3.4 fester Bestandteil des Frameworks ist. Damit können nun, wie bereits zum Release von Version 3.4 und 4 beschrieben, Komponenten individuell zusammengestellt werden. Das löst das Problem der zu zahlreichen oder fehlenden Dependencies, das laut Potencier wiederholt von Nutzern der Standard Edition benannt wurde.

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Andererseits wird der Setup-Prozess neuer Symfony-Projekte nun aber als aufwändiger und komplexer beschrieben, da mitVersion 4 via composer create-project symfony/skeleton erstellte Projekte nur einen kleinen Kern an Features enthalten. In einem Blogpost zu dieser Problematik beschreibt Potencier eine mögliche Lösung. Statt einer Standard Edition stehen nun Symfony Recipes und Symfony Packs zur Verfügung. Recipes sollen die Auto-Konfiguration von Projekten erleichtern, während Symfony Packs Composer Metapackages darstellen, mit denen verschiedene Dependencies gemeinsam installiert werden können. Alle Informationen zu diesen Optionen sowie ihren Vor- und Nachteilen können bei Potencier nachgelesen werden.

Verbesserte Fehlermeldungen & Updates

Im Kontext der größeren Individualisierung von Symfony-Setups steht auch eine kleine Verbesserung am PHP-Framework, die in der vergangenen Woche fertiggestellt und in Releasezweig 3.4 implementiert wurde. Überarbeitet wurden die Fehlermeldungen, die Symfony ausgibt, wenn ein Package zur Nutzung eines Features fehlt. Künftig wird das Framework das fehlende Package genau spezifizieren. Das kann Entwickler dabei unterstützen, ihre Projekte künftig schneller richtig aufzusetzen.

Für Symfony-User gab es im Januar außerdem schon einige Updates: Version 2.7.40, 2.8.33, 3.3.15, 3.4.3 und 4.0.3 sind da. Neben der bereits genannten Neuerung an den Fehlermeldungen ab Version 3.4 wurde an diesem Releasezweig an den Dependency Injections und der PHP Bridge gearbeitet. In Version 4 gab es ebenfalls eine Anpassung im Bereich der Dependency Injections; außerdem wurde am Framework-Bundle gearbeitet. Dies sind nur einige Neuerungen; insgesamt bringen alle Releases zahlreiche kleinere Bugfixes und weitere Änderungen mit. Die wichtigsten Änderungen wurden im Wochenrückblick des Symfony Blogs zusammengefasst; detaillierte Informationen zu den neuen Versionen gibt es in den jeweiligen Release Notes:

2.7.40
2.8.33
3.3.15
3.4.3
4.0.3

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