Standard für verlässlichere Open-Source-Lizenzen

Microsoft tritt OpenChain Project bei
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Microsoft wird Platinmitglied bei OpenChain Project. Das Projekt setzt sich dafür ein, Open Source durch Standardisierung vertrauenswürdiger zu machen und besitzt bereits einige hochrangige Mitglieder.

Microsoft hat bekannt gegeben, dem OpenChain Project sowohl als Platinmitglied als auch im Vorstand beizutreten. Damit befindet es sich in bester Gesellschaft der Unternehmen, die im letzten Monat Mitglied bei OpenChain wurden, darunter Google und Facebook. Bisher hat sich Microsoft schon in der OpenChain Community engagiert.

Dass sich Microsoft in der Open-Source-Welt aufhält, ist längst keine Neuigkeit mehr. Die spektakuläre Übernahme von GitHub im Juni 2018 ist hier nur die Spitze des Eisbergs. Unter anderem machte Microsoft dort die drei Windows UX-Frameworks WPF, Windows Forms und Windows UI XAML Library (WinUI) per Open Source frei zugänglich. Ebenfalls im letzten Jahr trat Microsoft dem Open Invention Network bei, das Patente erwirbt und seinen Mitgliedern ohne Lizenzgebühr zur Verfügung stellt. Microsoft brachte sich dort mit 60.000 Patenten ein. In diese Reihe der Hinwendung zu Open Source fügt sich auch die neueste Entwicklung des Beitritts zu OpenChain ein.

Kernelemente von OpenChain Project

OpenChain ist ein Open-Source-Projekt der Linux Foundation. Ziel des Projekts ist die Stärkung des Vertrauens zwischen den Unternehmen innerhalb einer Supply Chain durch die Erfüllung bestimmter Standards. Die Standards sollen für vertrauenswürdige Software stehen, die die Open-Source-Lizenzbedingungen erfüllt. Die Open Source License Compliance soll dadurch für alle Beteiligten der Supply Chain vorhersehbarer, verständlicher und effizienter werden.

OpenChain basiert auf drei Grundpfeilern, wie der offiziellen Webseite des Projekts zu entnehmen ist. Die OpenChain Specification beinhaltet die Definition eines Branchenstandards für qualitativ hochwertige Open Source Compliance. Die Spezifikation enthält eine Anzahl von Anforderungen, die jedes Compliance-Programm erfüllen muss. Der zweite Punkt ist OpenChain Conformance: Die Konformität zur Spezifikation kann über die Beantwortung einer Reihe standardisierter Online-Fragen nachgewiesen werden. Unternehmen können dann durch das OpenChain-Logo ausdrücken, dass sie die Voraussetzungen aus dem ersten Punkt erfüllen. Das OpenChain Curriculum bildet den dritten Grundpfeiler. Es beinhaltet Trainings- und Referenzmaterial, um Firmen darin zu unterstützen, ihre Compliance weiter auszubauen.

Im Eintrag auf Microsofts Open-Source-Blog werden weitere Hintergründe und zusätzliche Open-Source-Aktivitäten von Microsoft aufgeführt.

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