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Geschäftsergebnisse bei Microsoft

Microsoft: Kräftiges Plus durch die Azure-Cloud
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Microsoft konnte seinen Gewinn im ersten Quartal 2020 um rund 10 Milliarden Euro steigern. Grund dafür ist besonders die starke Nachfrage nach Azure Cloud Services. Im Consumer-Bereich sind die Zahlen leicht rückläufig, bei Businesskunden setzt sich der Aufwärtstrend fort.

Microsoft hat seinen Geschäftsbericht für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2020 vorgelegt: Das Unternehmen konnte eine kräftige Gewinnsteigerung erwirtschaften. Vom 1. Juli bis 30. September 2019 erzielte Microsoft einen Gesamtumsatz von 29,8 Milliarden Euro, 14 Prozent mehr als im Vorjahr. Bei Microsoft läuft das fiskalische Geschäftsjahr vom 1. Juli bis zum 30. Juni. Das Betriebsergebnis liegt bei 11,4 Milliarden Euro, ein Plus von 27 Prozent. Unter dem Strich kann Microsoft einen Nettogewinn von 9,6 Milliarden Euro verbuchen, der Reingewinn ist um 21 Prozent gestiegen. Hintergrund ist das starke Geschäft mit der Azure Cloud und den Cloud-Services, wie aus dem Geschäftsbericht hervorgeht.

Consumersparte leicht rückläufig, Xbox stagniert

Betrachtet man die Zahlen aus Redmond im Detail, fällt eine gegenläufige Entwicklung im Consumer-Bereich auf: Im selben Zeitraum stagnierte der Umsatz mit Xbox-Produkten, der Absatz von Surface-Geräten ist leicht rückläufig gewesen (minus 4 Prozent). Grund dafür könnte Zurückhaltung bei Kaufentscheidungen gewesen sein, da Microsoft für Anfang Oktober eine Surface- Produktpräsentation angekündigt hatte.

Bei diesem Anlass wurden die neuen Modelle der Surface-Reihe vorgestellt: Surface Laptop 3, Surface Pro 7, Surface Pro X. Eine Überraschung waren die für 2020 angekündigten Geräte der Linie Surface Neo und des Smartphones Surface Duo, die mit einem doppelten Display ausgestattet sind. Mit dem Surface Neo führt Microsoft 2020 eine neue Kategorie an Geräten ein. Über die Entwicklung eines faltbaren Surface-Geräts war schon länger gemunkelt worden.

Geschäft mit Azure Cloud Services und Businesskunden wächst stark

Die Umsätze mit Azure sind im Vorjahresvergleich für das erste Quartal um rund 60 Prozent gewachsen. Serverprodukte und Cloud Services brachten Microsoft 30 Prozent mehr ein als 2018/19. Auch das Geschäft mit LinkedIn und Businessplänen für Office 365 wächst – die Umsätze stiegen jeweils um 25 Prozent.

Insgesamt kann Microsoft seit 2002 einen starken Aufwärtstrend von damals 18,37 auf heute 125,84 Milliarden US-Dollar (von 16,52 auf 113,14 Milliarden Euro) verbuchen. Im vergangenen Geschäftsjahr ist Microsoft um 14 Prozent gewachsen, der Ausblick auf das aktuelle Geschäftsjahr verspricht eine Steigerung in mindestens dieser Größenordnung.

Statistik: Umsatz der Microsoft Corporation in den Geschäftsjahren 2002 bis 2019 (in Milliarden US-Dollar) | Statista

Umsatz der Microsoft Corporation in den Geschäftsjahren 2002 bis 2019 (in Milliarden US-Dollar) | © Statista

Wie die Zahlen belegen, liegt Microsofts Fokus und aktuelle Stärke bei Businesskunden und Unternehmenslösungen. Weitere Details zum aktuellen Geschäftsbericht finden sich auf dem Microsoft-Blog.

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