Die Pläne für Progressive Web Apps werden konrekt

Microsoft kündigt PWAs für Windows 10 Redstone 4 an
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PWA – Progressive Web Apps – sind zur Zeit in aller Munde. Von dem Konzept hören wir nicht zum ersten Mal. Nun hat Microsoft aber öffentlich bekannt gegeben, sie in das kommende Windows-10-Update integrieren zu wollen.

Schon länger gibt es bei Microsoft die Vision, Progressive Web Apps (PWAs) auf die mehr als eine halbe Milliarde Geräte zu bringen, die mit Windows 10 laufen. In dem Glauben, dass sie die Zukunft des Webs sind und ungeheures Potenzial für die Gestaltung von Web-Apps bieten, hat das Unternehmen nun Updates für PWAs im Preview-Status veröffentlicht.

P-W-What?

Aber was sind PWAs nun eigentlich? Bei Progressive Web Apps handelt es sich laut Microsofts Definition um „just great apps, powered by Web technologies and delivered with Web infrastructure.“ Anders gesagt: Es sind moderne Web Apps, die, auf Webtechnologien aufbauend, einen nativ-ähnlichen Eindruck machen und gleichzeitig auch Features des Betriebssystems wie beispielsweise Push Notifications nutzen können. Und Manuel Rauber (Thinktecture AG) formuliert es wieder anders: „Im Kern sind PWAs ganz normale Webanwendungen – aber auf Steroiden.“ Mehr Informationen zu den Funktionalitäten bieten der Post auf dem Microsoft-Blog wie auch unser Interview mit Hans-Christian Otto, der uns als Trainer auf den JavaScript Days 2017 Rede und Antwort zu Progressive Web Apps stand.

Durch Einsetzen von Services Workers in EdgeHTML 17 ab Windows 10 Redstone 4 wird Microsoft den Support für PWAs starten. Nutzer von Edge sollen dann in der Lage sein, PWAs in ihrem Desktop Browser bei nativ-ähnlicher Handhabung auszuführen.

PWAs für den Store

Dabei soll es aber nicht bleiben: Microsoft will die PWAs auch im Microsoft Store verfügbar machen. Entwickler sollen ihre PWAs als UWP verpacken und dann auch wie solche im Store veröffentlichen können. Bereits jetzt werde per Bing Crawler nach PWAs im Netz gesucht, um sie dem Microsoft Store hinzuzufügen. Zwar geht es dabei nicht um alle Progressive Web Apps, die es irgendwie irgendwo gibt, sondern vielmehr um solche, die Microsofts Qualitätsstandards treffen; dennoch werden Windows-10-Nutzer dadurch Zugriff auf eine erweiterte Auswahl an Applikationen im Store haben.

Entwickler, die ihre PWA für den Store bereitstellen wollen, müssen dafür eine AppX mit ihrer PWA erstellen und sie über ihren Dev Center Account veröffentlichen. Dafür steht bereits das Tool PWA Builder kostenlos zur Verfügung.

PWA oder UWP?

Angesichts der sich vielfach überlappenden Möglichkeiten von UWP und PWAs stellt sich natürlich die Frage, ob man sich für eine der beiden entscheiden muss. Laut Microsoft stehen UWP und PWAs jedoch gar nicht im Gegensatz zu einander: Die Universal Windows Platform schließe Progressive Web Apps vollständig ein, da EdgeHTML eine fundamentale Komponente der UWP sei.

Aus der Philosophie, dass die Web-Plattform elementarer Bestandteil der Universal Windows Platform auf Windows 10 ist, folgt Microsofts Zielsetzung, PWAs unter Windows auf das nächste Level zu heben. Jedes Gerät mit EdgeHTML 17 soll umfassenden Zugang zu den Technologien und Charakteristika von PWAs erhalten.

Wie das nächste große Update für Windows 10 heißen wird – bisher ist ja immer noch nur von Redstone 4 die Rede – und wann genau es kommen wird, ist nicht bekannt. Fest steht hingegen: Die Progressive Web Apps werden mit dabei sein.

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