PHP Magazin 3.15
PHP Magazin 3.15

Faker & Alice

Erhältlich ab: März 2015
Umfang: 100 Seiten
Autoren / Autorinnen:
Dominic Adenuga, Dr. Wolf-Gideon Bleek, Ralf Eggert, Carsten Eilers, Konstantin Jakobi, Lars Lentfer, Philipp Rieber, Michael Rohrlich, René Schröder, Marco Schulz, Sebastian Springer, Christian Tacke Viktor Widiker, Christian Wittkowski, Johann Zelger

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Highlights dieser Ausgabe

Maßgeschneiderte Testdaten mit Alice und Faker

User Experience vs. Security

Setup und Testen von AngularJS-Applikationen

Exar: Aspektorientierung mit PHP

Enterprise

Interview
In Java sind Application Server gang und gäbe – warum nicht davon lernen?

Der erste Ritt auf dem eisernen Pferd
appserver.io als RESTful Service für AngularJS

Development

Alice im Fakerland
Maßgeschneiderte Testdaten mit Faker und Alice

Recyclebares Softwaredesign
Funktionalitäten der einzelnen Methoden

For Performance – Real-User-Performance
Reimplementierung eines Onlineshops mit einer NoSQL-Datenbank in der Cloud

Software qualität in PHP-Projekten
Projektkon_guration, dynamische und statische Softwaretests

Limbas im Einsatz
lmbObject – Objektorientierung in Limbas

Frameworks

Aspektorientierung mit PHP
Neue Möglichkeiten mit dem Exar-Framework entdecken

Kolumne: ZendColumn

WebTech

Google-Dienste und Nutzerinhalte
Die juristische Seite der Google-Dienste

JavaScript

Node.js-Module: HTML-Parser
Webseiten mit Node.js auslesen

Dschungelkönig
Setup und Testen von AngularJS-Applikationen

Security

User Experience vs. Security
Zwei-Faktor-Authenti_zierung auf dem Prüfstand

Fälschungsalarm auf dem Server
SSRF – was ist das, was kann das, und ist das etwa gefährlich?

„Alle Zeichen auf Zukunft – bis auf jene, die auf Sturm stehen.“

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

2015 wird ein spannendes Jahr für die PHP-Community – das kann man gar nicht oft genug erwähnen. Diese Entwicklung zieht sich durch alle Bereiche; man hat beinahe das Gefühl, dass PHP so richtig Fahrt aufgenommen hat und sich immer mehr in Bereiche vorwagt, in denen man von Verfechtern jener Programmiersprachen, die dort bereits gesettled waren, belächelt wurde. „Enterprise“ können wir schon richtig gut, E-Commerce und Co. sowieso. Das Schöne daran ist die Tatsache, dass die Community bereit ist, Konzepte aus anderen Sprachen aufzunehmen und weiterzuentwickeln. Das gibt Entwicklern allerhand neue Frameworks, Tools, Systeme und Lösungen an die Hand, mit denen sich weitere neue Möglichkeiten erschließen lassen. Und ein paar der Konzepte, die von findigen Entwicklern über Frameworks realisiert werden, fließen früher oder später vielleicht sogar in den Core zurück. Ein schöner Kreislauf, der den richtigen Weg weist.

Wo wir gerade beim Core sind … Dieses Jahr steht der Community ein großer Neuanfang bevor. PHP 7 wird die Bühne betreten, an Bord ein komplett neuer Unterbau. Eine bessere Performance und viele neue Features werden ein Teil dieser Revolution sein. Das drückt sich auch in den RFCs aus, die man in der letzten Zeit im PHP-Umfeld findet. Es wird aktiv an der Weiterentwicklung der Sprache gearbeitet, tolle neue Ideen präsentiert und alte aufgegriffen und verbessert. Alle Zeichen stehen also auf Zukunft!

… alle – bis auf jene, die auf Sturm stehen.

Dass es im Core bisweilen etwas ruppiger zugeht, weiß man ja: Es entstehen Diskussionen über das Für und Wider von Features – bestenfalls geht das sogar so weit, dass über Details der Implementierung geredet wird. Da die Meinungen aber gerne einmal auseinanderdriften und gegenteilige Ansichten zu ein- und demselben Thema existieren, pflaumt man an. Man sitzt sich nicht gegenüber, fühlt sich unverstanden; so ist das eben, wenn viele starke Persönlichkeiten mit starken Meinungen aufeinandertreffen und zu einem nicht unerheblichen Teil nur schriftlich kommunizieren. Das ist nicht immer schön; vor allem dann nicht, wenn die Diskussionen aus den Internals in die breite Öffentlichkeit, beispielsweise auf Twitter, getragen werden. Wenn dann auch noch von reddit, Stack Overflow und Co. die unterschiedlichsten Meinungen, zum Teil weit unter der Gürtellinie, unters Volk gebracht werden, kann das schnell zu Frust und Resignation führen.

So zuletzt geschehen bei einem für die Community sehr wichtigen Thema: den skalaren Type Hints. Ja, der RFC mag seine Schwächen gehabt haben (die andere deutlich besser erklären können als ich), aber vom Grundprinzip her wurde es Zeit, das Thema zu einem würdigen Abschluss zu bringen. Die Anfeindungen gegen den RFC und Andrea Faulds – die Initiatorin – gingen so weit, dass sie entnervt das Handtuch geworfen hat. Da Faulds jedoch nicht nur diesen einen RFC verantwortet hat, lagen gleich einige interessante Vorschläge brach. Und die Scalar Type Hints? Withdrawn. Auch wenn es mittlerweile einen neuen RFC gibt, der vor allem aus dem Scheitern des von Faulds gestarteten Versuchs profitiert hat, hat die Community eine ihrer aktivsten Mitglieder verloren. Musste das wirklich sein?

Immer öfter beschleicht dem geneigten Beobachter das Gefühl, dass der Core zwar viele Mitglieder hat – was vor allem bei Abstimmungen sichtbar wird – jedoch nur die wenigsten davon aktiv mit immer neuen Ideen und Tatkraft in der Öffentlichkeit in Erscheinung treten. Natürlich ist das alleine kein Indiz für die „Qualität“ der Mitarbeit, aber wenn man bedenkt, welchen Anfeindungen solche Mitglieder teilweise ausgesetzt sind, muss man sich fragen, was da eigentlich schief läuft …

Harmonie in Teams ist wichtig, ebenso wichtig wie die richtige Portion Kampfgeist, um ein Projekt voranzubringen – daran besteht kein Zweifel. Manchmal jedoch werden Grenzen überschritten und Schäden angerichtet, die sich nicht so ohne Weiteres kitten lassen. Gerade in einem nach außen hin so fragil anmutendem Gebilde wie dem PHP Core sollte man vielleicht etwas mehr Ruhe einkehren lassen; sonst sieht es irgendwann düster aus. Dass das funktionieren kann, zeigt die Geschichte rund um den PSR-7-Standard.

Das allerdings ist eine andere Geschichte, mit der wir uns demnächst beschäftigen werden. Für den Moment sollten wir innehalten und hoffen, dass sich die allgemeine Stimmung mit den steigenden Temperaturen wieder bessert. Und bitte … nicht gleich überhitzen!

Ihr

Tom Wießeckel


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