PHP Magazin 5.15
Pouch!

PouchDB

Erhältlich ab: Juli 2015
Umfang: 100 Seiten
Autoren / Autorinnen:
Jan De Cooman, Ralf Eggert, Carsten Eilers, Sandro Keil, Maria Kern, Stefan Priebsch, Philipp Rieber, Stefan Riedel, Michael Rohrlich, René Schröder, Sebastian Springer, Dennis Wilson

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Highlights dieser Ausgabe

Magazin

News

Frühlingserwachen
Das waren die International PHP Conference und die webinale 2015

Methoden

Kolumne: A2 – alles Agile
Agile Methoden

DDD-Patterns
Bausteine für erfolgreiches Domain-driven Design

Frameworks

Kolumne: ZendColumn

Comeback der Hybriden
Einführung in das Erstellen von Hybrid-Apps mit Ionic

Development

Eine neue Ära der PHP-Profiler
Werkzeuge für Analyse und Leistungssteigerung

Suchen für Profis
Big Data in Elasticsearch und Laravel_5 mit einer Repository-Schicht

Orchestrierte Microservices
Wie Docker und Consul Entwicklungsprozesse revolutionieren

Schwerpunkt Conversion
Redesign mit Blick auf die Conversion

WebTech

Kampf gegen die Cyberspacebedrohung
Was bedeutet das neue IT-Sicherheitsgesetz für Websitebetreiber?

Pouch und Couch als dynamisches Duo
Heilige Replication, Batman!

Neos vs. TYPO3
Die TYPO3 Association und das Neos-Team gehen getrennte Wege

Güldenes Webdesign
Gibt es den Goldenen Schnitt im Webdesign?

Frontend-Architekturen brauchen Architekten
Mehr Überblick in komplexen E-Commerce-Projekten

JavaScript

Starke Typen
Typsicheres JavaScript mit TypeScript

Security

Kurze Schlüssel, große Gefahr
Logjam und FREAK gefährden TLS

Cyberangriff auf den Bundestag – BadBIOS?
Was ist da los im Bundestag? Ein Kommentar

„Ein motiviertes Team kann alle Hürden überwinden.“

Liebe PHP-Community,

im letzten Editorial habe ich ja bereits darauf hingewiesen, dass dieses Jahr noch einige große Neuerungen anstehen. Zum einen natürlich im PHP-Umfeld, das mit PHP 7, Symfony 3 und einigen anderen spannenden Neuerungen aufwarten wird. Aber was ist das alles gegen den großen Umzug, den phpmagazin.de hingelegt hat? Das Schmieden einer Redaktionsallianz für mehr Überblick über alle Bereiche des Entwicklerlebens? Ganz ehrlich, was ist da schon die aufregendste Neuerung der letzten zwanzig Jahre in der Welt der PHP-Entwicklung?

Na ja, ganz so übertreiben möchte ich natürlich nicht …, dennoch haben mir die letzten Monate, die mit Konzeptions- und Umzugsstress, der International PHP Conference in Berlin und einigen interessanten Diskussionen rund um die Themen Architektur und Test-driven Development vollgepackt waren, ein klein wenig die Augen geöffnet. Zum einen habe ich zu lange selbst nicht mehr Hand an PHP-Code angelegt. Klar, neue Versionen installiert (in langen Nächten mit viel Koffein) und damit experimentiert – ein privates Projekt soll den Update natürlich überleben –, aber um ehrlich zu sein ist das zu wenig. Der Code ist in die Jahre gekommen, um es einmal vorsichtig zu formulieren; eine Rundumerneuerung ist also dringend nötig.

Zum anderen aber gab es da noch etwas, das mich vor allem in den letzten Wochen intensiv beschäftigt hat: Neben all den technischen Dingen, die mir während des Umzugs aufgefallen sind, gesellten sich viele Gedanken rund um die interdisziplinäre Zusammenarbeit verschiedener Departments innerhalb einer – wie auch immer gearteten – Organisation. In der Theorie funktioniert nämlich immer alles hervorragend. Hier ein Konzept, dort ein Kick-off, wohl dosierte Sprints gefolgt von fruchtbaren Retrospektiven. Agiles Arbeiten könnte so einfach sein, wenn sich immer alles unterordnen würde.

In der Realität aber gibt es doch immer irgendetwas, das man vorher nicht bedacht hat. Vielleicht ändert sich auch ein Business Case im Laufe der Entwicklung, vielleicht gibt es personelle Änderungen oder vielleicht hat man sich anfangs zu sehr auf eine Idee versteift und stellt dann später fest, dass all die neuen Ideen, die zwischenzeitlich entstanden sind (wir sind ja schließlich kreativ!), mit genau diesem einen Konzept nicht mehr vereinbar sind. Agiles Arbeiten bedeutet nämlich auch viel Disziplin und den festen Willen, bisherige Arbeitsabläufe in Frage zu stellen und neu anzugehen. Zum Glück bin ich felsenfest davon überzeugt, dass wir nicht die einzigen sind, die das auf die harte Tour lernen mussten. Eines ist aber sicher: Es lässt sich alles immer in den Griff bekommen. Auch das ist eine Lektion, die ich gelernt habe: Ein motiviertes Team kann alle Hürden überwinden.

So kommt es nun, dass wir vor dem mehr oder weniger fertigen entwickler.de stehen. Zugegebenermaßen liegt das „mehr oder weniger fertig“ vor allem daran, dass wir uns zunächst einmal selbst finden müssen. Wenn aus vier Redaktionen auf einmal eine einzige wird, dann kann das Habitat darum herum noch so lebensfreundlich sein – man muss sich dennoch erst darauf einstellen. Wir nutzen ein neues System mit neuen Möglichkeiten, haben stets neue Anforderungen an das System und die Entwickler. Und an uns selbst. Manchmal kann es eben passieren, dass man zu viel auf einmal will.

Somit komme ich zur letzten Lektion, die ich in den letzten Monaten gelernt habe: Hin und wieder muss man auch mal durchatmen und sich Zeit dafür nehmen, sich mit der Situation auseinanderzusetzen – auch, wenn man die eigentlich gar nicht hat. Das ist wichtig, denn wenn man eben noch laut fluchend die Antwort der Entwickler liest und sich die Lage im nächsten Moment im Call alles als nur halb so wild herausstellt, dann merkt man, dass man die zuvor vergeudete Zeit hätte sinnvoller nutzen können. Zum Beispiel damit, sich auf all die neuen Entwicklungen zu freuen, die dieses Jahr noch auf uns zukommen.

In diesem Sinne gilt mein Dank allen, die daran beteiligt waren, unsere neue Heimat entwickler.de aufzubauen. Jetzt ist es an der Zeit, nach vorne zu schauen. Packen wir’s an!

 

Ihr

Tom Wießeckel


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